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Ljubow Sergejewna Popowa

Der Materialismus und das Problem der Moral

Reflexionen mit Deleuze/Guattari, Clouscard und Levinas

TEIL 1: Moral ohne Ort: Deleuze/Guattari vs. Clouscard

Der Materialismus und das Problem der Moral

TEIL 1: Moral ohne Ort: Deleuze/Guattari vs. Clouscard

15.9.26
Robert Ziegler

An vorgegebene Moralen hat sich Nietzsche bekanntlich nicht gebunden gefühlt. In einer Welt ohne Jenseits herrschen Kraft und der Wille zur Macht. Während Nietzsche bereit war, gegebenenfalls auch die brutalen Konsequenzen dieser Sichtweise zu akzeptieren, konnten sich einige seiner Nachfolger damit schon aus politischen Gründen nicht anfreunden. Der Text untersucht anhand von Gilles Deleuze und Félix Guattari die Schwierigkeiten, in die ein Materialismus gerät, der an seiner nietzscheanischen Inspiration festhalten und zugleich gewisse Werte nicht verraten will. Den Finger in die Wunde legt Michel Clouscard, der aber ebenfalls für seine moralischen Überzeugungen im Rahmen seines marxistischen Materialismus keine Rechtfertigung vorweisen kann. Ist der Materialismus etwa grundsätzlich blind für die Moralität?

An vorgegebene Moralen hat sich Nietzsche bekanntlich nicht gebunden gefühlt. In einer Welt ohne Jenseits herrschen Kraft und der Wille zur Macht. Während Nietzsche bereit war, gegebenenfalls auch die brutalen Konsequenzen dieser Sichtweise zu akzeptieren, konnten sich einige seiner Nachfolger damit schon aus politischen Gründen nicht anfreunden. Der Text untersucht anhand von Gilles Deleuze und Félix Guattari die Schwierigkeiten, in die ein Materialismus gerät, der an seiner nietzscheanischen Inspiration festhalten und zugleich gewisse Werte nicht verraten will. Den Finger in die Wunde legt Michel Clouscard, der aber ebenfalls für seine moralischen Überzeugungen im Rahmen seines marxistischen Materialismus keine Rechtfertigung vorweisen kann. Ist der Materialismus etwa grundsätzlich blind für die Moralität?