

Mit diesem literarischen Beitrag von Giulia Romina Itin läuten wir unser Schwerpunktthema in diesem Jahr ein. Das ganze Jahr hindurch werden wir mehrere Artikel publizieren, die sich dem Thema „Wald“ widmen – der Wald in seiner zweif achen Bedeutung als geradezu mythologischer Ort der Begegnung mit den, bisweilen unheimlichen, bisweilen ermutigenden, Urkräften des Lebens, aber auch, eher pragmatisch gesehen, als nach wie vor entscheidende, aber auch bedrohte, wirkliche Lebensgrundlage unserer Zivilisation. Diese Doppelgesichtigkeit möchten wir mit Ihnen zusammen in diesem Jahr ausloten, um die Konturen des Lebensraums Wald in neuer Weise zu erschließen – mit Nietzsche und über ihn hinaus. Wir müssen den Wald wieder anders sehen und wertschätzen lernen.
Wer sich den Artikel lieber anhören möchte, findet ihn zusätzlich eingelesen von Caroline Will auf dem YouTube-Kanal der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie (Link) oder auf Soundcloud (Link).


In Barbara Strakas neu erschienenem Buch Nietzsche forever? wird der Frage nachgegangen, wie Nietzsche in der Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere derjenigen nach 1945, rezipiert wird. Dabei stellt sich allerdings bei der Rezeption der Rezeption von Nietzsche die Frage, ob der Philosoph in seiner Monumentalität aus dem Blick gerät. Zeigt das ein grundsätzliches Problem der heutigen Zeit mit Monumentalität? Michael Meyer-Albert plädiert jedenfalls, von Nietzsche ausgehend, gegen Straka für einen „postmonumentale Monumentalität“ als Gegenentwurf zum ästhetischen Postmodernismus. Im ersten Teil des Zweiteilers widmete er sich ihrem Buch, nun akzentuiert er seine Gegenposition.