

Im vierten Teil unserer Serie „Lebensgrundlage Wald“ untersucht der renommierte US-amerikanische Nietzsche-Forscher Gary Shapiro weitere Aspekte von Nietzsches Verbundenheit zu den Wäldern: die persönliche Begeisterung des Philosophen für das, was man heutzutage vermehrt als „Waldbaden“ bezeichnet, die naturwissenschaftliche Grundlage für den Nutzen dieser Praktik für Körper und Geist und die pure Freude am Atmen frischer Luft, ob im Wald oder wo auch immer man sie finden mag. Shapiros Essay unterstreicht, warum dieser besondere Lebensraum so wichtig ist – nicht nur für unser individuelles Wohlergehen, sondern für die Gesundheit des gesamten Planeten.
Aus dem Englischen übersetzt von Paul Stephan.


Der Wald ist im Trend. Und damit steht er keineswegs im Widerspruch zu einem anderen, noch größeren Trend unserer Zeit: der Digitalisierung. Mandus Craiss zeigt in diesem Artikel, dass der Wald ein Netzwerk ist. Auch die Digitalisierung geschieht netzwerkförmig; beide Phänomene sind daher charakteristisch für die Postmoderne.
Im ersten Teil des Artikels wird der Wald charakterisiert als nicht-zentralistisches und damit typisch postmodernes Naturphänomen. Im zweiten Teil wird die „Postmoderne“ definiert und die Frage erörtert, inwieweit dieser Epochenbegriff noch oder wieder aktuell ist – ein Diskurs, dessen ganz frühe Wurzeln auch bis zu Nietzsche zurückreichen. Im dritten Teil wird schließlich dargelegt, wie der Netzwerkaspekt der Postmoderne sich zeigt und wie sich das Mensch-Wald-Verhältnis in jüngster Zeit entwickelt hat.
Dieser Artikel ist Teil unserer diesjährigen Schwerpunktreihe „Lebensgrundlage Wald“.