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Familie

Vom Willen zur Macht zum Menschen als Neuanfang

Nietzsche aus Hannah Arendts Perspektive

Vom Willen zur Macht zum Menschen als Neuanfang

Nietzsche aus Hannah Arendts Perspektive

14.10.26
Hans-Martin Schönherr-Mann

An Nietzsches Verständnis des Willens zur Macht als Interpretation schließt Arendt in ihrem Hauptwerk Vom Leben des Geistes an. Anstatt Kants Konzeption des freien Willens zu folgen, kommt bei ihr durch den Willen mit jedem neugeborenen Menschen etwas Neues in die Welt, das Zarathustras Forderung ähnelt, der Übermensch solle neue Werte erfinden. Arendt stimmt auch Nietzsches Feststellung zu, dass „die ‚wahre Welt‘“ eine „Fabel“ ist, für Arendt weil die modernen Wissenschaften keine letzten Wahrheiten haben, was sie um 1900 selbst noch einsahen, von dem sie aber heute gar nichts mehr wissen wollen. So gehören Nietzsche und Arendt als Häretikerinnen der Wissenschaften zu den bösen Philosophen.

Arendt lebte von 1906 bis 1975 und gilt als einer der großen Denker des 20. Jahrhunderts. Die Tochter säkularer Juden studierte in den 1920ern in Marburg, Freiburg und Heidelberg bei so wichtigen Philosophen wie Edmund Husserl, Karl Jaspers und Martin Heidegger. Mit letzterem war sie als junge Studentin kurzzeitig liiert. 1933 sah sie sich gezwungen zu emigrieren und lebte ab 1941 in den USA, wo sie ab 1953 an verschiedenen Hochschulen lehrte. Die unorthodoxe Intellektuelle ist vor allem für ihre Kritik am Totalitarismus und ihren kommunikativen Begriff des Politischen bekannt.

Ihr 120. Geburtstag ist Anlass genug, sich die denkerische Beziehung zwischen Nietzsche und Arendt genauer anzusehen.

Eine vom Autoren selbst eingelesene und um einige O-Töne Arendts ergänzte Fassung dieses Textes können Sie auf YouTube und Soundcloud anhören und ansehen.

An Nietzsches Verständnis des Willens zur Macht als Interpretation schließt Arendt in ihrem Hauptwerk Vom Leben des Geistes an. Anstatt Kants Konzeption des freien Willens zu folgen, kommt bei ihr durch den Willen mit jedem neugeborenen Menschen etwas Neues in die Welt, das Zarathustras Forderung ähnelt, der Übermensch solle neue Werte erfinden. Arendt stimmt auch Nietzsches Feststellung zu, dass „die ‚wahre Welt‘“ eine „Fabel“ ist, für Arendt weil die modernen Wissenschaften keine letzten Wahrheiten haben, was sie um 1900 selbst noch einsahen, von dem sie aber heute gar nichts mehr wissen wollen. So gehören Nietzsche und Arendt als Häretikerinnen der Wissenschaften zu den bösen Philosophen. Arendt lebte von 1906 bis 1975 und gilt als einer der großen Denker des 20. Jahrhunderts. Die Tochter säkularer Juden studierte in den 1920ern in Marburg, Freiburg und Heidelberg bei so wichtigen Philosophen wie Edmund Husserl, Karl Jaspers und Martin Heidegger. Mit letzterem war sie als junge Studentin kurzzeitig liiert. 1933 sah sie sich gezwungen zu emigrieren und lebte ab 1941 in den USA, wo sie ab 1953 an verschiedenen Hochschulen lehrte. Die unorthodoxe Intellektuelle ist vor allem für ihre Kritik am Totalitarismus und ihren kommunikativen Begriff des Politischen bekannt. Ihr 120. Geburtstag ist Anlass genug, sich die denkerische Beziehung zwischen Nietzsche und Arendt genauer anzusehen.

Nietzsche, Comedy und die Kunst der Grenze

Ein Gespräch mit Sandra Schmidt

Nietzsche, Comedy und die Kunst der Grenze

Ein Gespräch mit Sandra Schmidt

22.9.26
Bernhard Ostheimer & Sandra Schmidt

Nietzsche ist ein Meister der Provokation und der Pointe. Im Hofnarren erkennt er eine Figur, die sich nicht anpassen kann und den Mächtigen deshalb Wahrheiten sagt, die sie sonst kaum zu hören bekommen – und sie damit zugleich zum Lachen bringt. Lässt sich darin eine Parallele zur heutigen Stand-up-Comedy erkennen? Wie kommen hier Haltung und Handwerk zusammen? Welchen Einfluss haben Bühnenraum, Publikum und soziale Medien darauf, was wann und wo als komisch empfunden wird? Und wer sind überhaupt die Mächtigen von heute: politische Machthaber, gesellschaftliche Mehrheiten oder Algorithmen?

Unser Autor Bernhard Ostheimer traf sich mit der Comedian und promovierten Philosophin Sandra Schmidt, um über Nietzsche, das Handwerk der Komik und die Kunst zu sprechen, Grenzen zu überschreiten, ohne den Kontakt zum Publikum zu verlieren.

Eine längere, unredigierte Fassung des Gesprächs können Sie auch auf YouTube ansehen oder auf Soundcloud anhören.

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Nietzsche ist ein Meister der Provokation und der Pointe. Im Hofnarren erkennt er eine Figur, die sich nicht anpassen kann und den Mächtigen deshalb Wahrheiten sagt, die sie sonst kaum zu hören bekommen – und sie damit zugleich zum Lachen bringt. Lässt sich darin eine Parallele zur heutigen Stand-up-Comedy erkennen? Wie kommen hier Haltung und Handwerk zusammen? Welchen Einfluss haben Bühnenraum, Publikum und soziale Medien darauf, was wann und wo als komisch empfunden wird? Und wer sind überhaupt die Mächtigen von heute: politische Machthaber, gesellschaftliche Mehrheiten oder Algorithmen? Unser Autor Bernhard Ostheimer traf sich mit der Comedian und promovierten Philosophin Sandra Schmidt, um über Nietzsche, das Handwerk der Komik und die Kunst zu sprechen, Grenzen zu überschreiten, ohne den Kontakt zum Publikum zu verlieren.

„ich bekenne, dass der tiefste Einwand gegen die ‚ewige Wiederkunft‘, mein eigentlich abgründlicher Gedanke, immer Mutter und Schwester sind.“1

Zum Verhältnis Nietzsches zu seiner Mutter. Grüße zum Muttertag

„ich bekenne, dass der tiefste Einwand gegen die ‚ewige Wiederkunft‘, mein eigentlich abgründlicher Gedanke, immer Mutter und Schwester sind.“

Zum Verhältnis Nietzsches zu seiner Mutter. Grüße zum Muttertag

15.5.26
Natalie Schulte

Nietzsches Philosophie gilt als Akt der Selbstbefreiung – doch gegen die eigene Familie blieb auch der Übermensch machtlos. Dieser Essay beleuchtet das pathologische Spannungsfeld zwischen dem einsamen Denker und den „Canaille“-Verwandten, Mutter Franziska Nietzsche und Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Während der Philosoph in seinen Schriften das „Weib an sich“ als flach, unselbstständig und geistlos (de)konstruiert, lässt er sich gleichzeitig Strümpfe stopfen und Wurstkisten aus Naumburg schicken. Ein Essay über den tiefsten Einwand gegen die ewige Wiederkunft: die eigene Verwandtschaft.

Dies ist der zweite Teil einer kleinen Serie zum diesjährigen Muttertag. Im ersten Teil schrieb Henry Holland über Franziska Nietzsches Leben mit besonderem Fokus auf ihre Zeit vor Nietzsche und ihre letzten Jahre.

Nietzsches Philosophie gilt als Akt der Selbstbefreiung – doch gegen die eigene Familie blieb auch der Übermensch machtlos. Dieser Essay beleuchtet das pathologische Spannungsfeld zwischen dem einsamen Denker und den „Canaille“-Verwandten, Mutter Franziska Nietzsche und Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche. Während der Philosoph in seinen Schriften das „Weib an sich“ als flach, unselbstständig und geistlos (de)konstruiert, lässt er sich gleichzeitig Strümpfe stopfen und Wurstkisten aus Naumburg schicken. Ein Essay über den tiefsten Einwand gegen die ewige Wiederkunft: die eigene Verwandtschaft.

„Fränzchen heißt sie Fränzchen heißt sie“

Über die frühen Jahre Franziska Nietzsches – und ihr umkämpftes Ende

„Fränzchen heißt sie Fränzchen heißt sie“

Über die frühen Jahre Franziska Nietzsches – und ihr umkämpftes Ende

10.5.26
Henry Holland

Zum diesjährigen Muttertag widmen sich zwei unserer Stammautoren einer oft vergessenen Person aus dem Nietzscheversum, ohne die es den Philosophen jedoch nicht gegeben hätte: seiner Mutter Franziska Ernestine Rosaura Nietzsche, geborene Oehler. Die Pfarrerstochter erblickte am 2. Februar 1826 das Licht der Welt und starb am 20. April 1897, nur wenige Jahre vor ihrem Sohn, der zu diesem Zeitpunkt bereits so geistig umnachtet war, dass er ihren Tod womöglich gar nicht bemerkte. Wer war diese Frau? Inwiefern prägte und beeinflusste sie Friedrich Nietzsche?

Henry Holland berichtet in diesem ersten Teil unserer kleinen Reihe über ihr Leben und ihre Herkunft, während Natalie Schulte sich in dem folgenden vertieft dem Verhältnis zwischen ihr und ihrem Sohn widmen wird und der Frage, inwiefern es sein Bild von Frauen färbte.

Was waren die entscheidenden Faktoren, die Franziska Nietzsches Leben bestimmten? Wie gelang es ihr als Frau in einer zutiefst von patriarchalen Strukturen geprägten Lebenswelt, die nie einem bezahlten Beruf nachging, dennoch ein gewisses Maß an Selbstbestimmung zu behaupten? Wie verarbeitete sie den traumatischen frühen Tod ihres Mannes? Wie religiös war sie? Ein in der Forschung selten beachtetes autobiographisches Fragment, das sie kurz vor ihrem Tod verfasste, lässt ihr Leben in einem neuen Licht erscheinen.

Aus dem Englischen übersetzt von Paul Stephan.

Zum diesjährigen Muttertag widmen sich zwei unserer Stammautoren einer oft vergessenen Person aus dem Nietzscheversum, ohne die es den Philosophen jedoch nicht gegeben hätte: seiner Mutter Franziska Ernestine Rosaura Nietzsche, geborene Oehler. Die Pfarrerstochter erblickte am 2. Februar 1826 das Licht der Welt und starb am 20. April 1897, nur wenige Jahre vor ihrem Sohn, der zu diesem Zeitpunkt bereits so geistig umnachtet war, dass er ihren Tod womöglich gar nicht bemerkte. Wer war diese Frau? Inwiefern prägte und beeinflusste sie Friedrich Nietzsche? Henry Holland berichtet in diesem ersten Teil unserer kleinen Reihe über ihr Leben und ihre Herkunft, während Natalie Schulte sich in dem folgenden vertieft dem Verhältnis zwischen ihr und ihrem Sohn widmen wird und der Frage, inwiefern es sein Bild von Frauen färbte. Was waren die entscheidenden Faktoren, die Franziska Nietzsches Leben bestimmten? Wie gelang es ihr als Frau in einer zutiefst von patriarchalen Strukturen geprägten Lebenswelt, die nie einem bezahlten Beruf nachging, dennoch ein gewisses Maß an Selbstbestimmung zu behaupten? Wie verarbeitete sie den traumatischen frühen Tod ihres Mannes? Wie religiös war sie? Ein in der Forschung selten beachtetes autobiographisches Fragment, das sie kurz vor ihrem Tod verfasste, lässt ihr Leben in einem neuen Licht erscheinen.

Dionysos als rolling stone

Versuch mit Rock-Musik Nietzsche zu verstehen

Dionysos als rolling stone

Versuch mit Rock-Musik Nietzsche zu verstehen

10.2.26
Hans-Martin Schönherr-Mann

Einerseits hilft Nietzsches Unterscheidung des Apollinischen und des Dionysischen die Entwicklung der Rock-Musik der Rolling Stones intern wie extern zu verstehen. Andererseits spiegelt sich Nietzsches Philosophie in ihren Liedern an vielen Stellen. Vor allem aber wird sie durch die Stones auch erhellt, lässt sich durch deren Lieder zeigen, was Nietzsche denkt – ein apollinischer Akt. Wenn sich Nietzsche ästhetisch am Rausch orientiert, dann kann man von den Stones auch lernen, wie man dionysisch Nietzsches Dichtung rezipiert. Es geht also nicht allein darum, mit Nietzsche die Stones zu verstehen, sondern umgekehrt: mit den Stones Nietzsche.

Eine eingelesene Version des Artikels mit Clips der zitierten Songs finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie und auf Soundcloud.  

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Einerseits hilft Nietzsches Unterscheidung des Apollinischen und des Dionysischen die Entwicklung der Rock-Musik der Rolling Stones intern wie extern zu verstehen. Andererseits spiegelt sich Nietzsches Philosophie in ihren Liedern an vielen Stellen. Vor allem aber wird sie durch die Stones auch erhellt, lässt sich durch deren Lieder zeigen, was Nietzsche denkt – ein apollinischer Akt. Wenn sich Nietzsche ästhetisch am Rausch orientiert, dann kann man von den Stones auch lernen, wie man dionysisch Nietzsches Dichtung rezipiert. Es geht also nicht allein darum, mit Nietzsche die Stones zu verstehen, sondern umgekehrt: mit den Stones Nietzsche.

Vater sein mit Nietzsche

Ein Gespräch zwischen Henry Holland und Paul Stephan

Vater sein mit Nietzsche

Ein Gespräch zwischen Henry Holland und Paul Stephan

20.12.25
Henry Holland & Paul Stephan

Nietzsche hatte mit großer Gewissheit keine Kinder und äußert sich in seinem Werk auch nicht besonders freundlich zum Thema Vaterschaft. Der freie Geist ist für ihn ein kinderloser Mann, die Erziehung der Kinder die Aufgabe der Frauen. Gleichzeitig dient ihm das Kind immer wieder als Metapher für den befreiten Geist, als Vorahnung des Übermenschen. Vermag er dadurch heutige Väter vielleicht doch zu inspirieren? Und kann man gleichzeitig Vater und Nietzscheaner sein? Henry Holland und Paul Stephan, beide Väter, diskutierten über diese Frage.

Das komplette, ungekürzte Gespräch haben wir parallel auch auf dem YouTube-Kanal der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie publiziert (Teil 1, Teil 2).

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Nietzsche hatte mit großer Gewissheit keine Kinder und äußert sich in seinem Werk auch nicht besonders freundlich zum Thema Vaterschaft. Der freie Geist ist für ihn ein kinderloser Mann, die Erziehung der Kinder die Aufgabe der Frauen. Gleichzeitig dient ihm das Kind immer wieder als Metapher für den befreiten Geist, als Vorahnung des Übermenschen. Vermag er dadurch heutige Väter vielleicht doch zu inspirieren? Und kann man gleichzeitig Vater und Nietzscheaner sein? Henry Holland und Paul Stephan, beide Väter, diskutierten über diese Frage.

Barbarinnen – wenn Frauen zur Gefahr werden

Barbarinnen – wenn Frauen zur Gefahr werden

4.12.25
Olimpia Smolenska

In der heutigen Welt, die sich modern und gleichberechtigt nennen will, wirken alte Muster fort – Rivalität statt Solidarität, Anpassung statt Aufbruch. Der Essay fragt provokant: Wo sind die Barbaren des 21. Jahrhunderts? Er zeigt das Entstehen einer neuen weiblichen Kraft – einer Frau, die nicht zerstört, sondern verweigert, die sich alten Rollen entzieht und aus Schmerz schöpferische Kraft gewinnt. Durch Beispiele aus der Realität und der Literatur versucht der Text zu zeigen, dass wahre Veränderung nicht in Gehorsam, sondern im mutigen „Nein“ beginnt – und dass Solidarität unter den Frauen die eigentliche Revolution sein könnte.

Wir prämierten den Text mit dem zweiten Platz des diesjährigen Eisvogel-Preises für radikale Essayistik (Link).

Wer ihn lieber anhören möchte, findet ihn zusätzlich eingelesen von Caroline Will auf dem YouTube-Kanal der Halkyonischen Assoziation für radikale Philosophie (Link) oder auf Soundcloud (Link).

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Tutaj znajdziesz tłumaczenie artykułu na język polski, ojczysty język autorki, napisanego przez nią samą.

In der heutigen Welt, die sich modern und gleichberechtigt nennen will, wirken alte Muster fort – Rivalität statt Solidarität, Anpassung statt Aufbruch. Der Essay fragt provokant: Wo sind die Barbaren des 21. Jahrhunderts? Er zeigt das Entstehen einer neuen weiblichen Kraft– einer Frau, die nicht zerstört, sondern verweigert, die sich alten Rollen entzieht und aus Schmerz schöpferische Kraft gewinnt. Durch Beispiele aus der Realität und der Literatur versucht der Text zu zeigen, dass wahre Veränderung nicht in Gehorsam, sondern im mutigen „Nein“ beginnt – und dass Solidarität unter den Frauen die eigentliche Revolution sein könnte.

Warum sich viele nicht mehr für die Demokratie engagieren!

Individualismus als politische und soziale Gefahr bei Tocqueville und Nietzsche – aber auch als Chance

Warum sich viele nicht mehr für die Demokratie engagieren!

Individualismus als politische und soziale Gefahr bei Tocqueville und Nietzsche – aber auch als Chance

26.9.25
Hans-Martin Schönherr-Mann

Individualismus, gar Egoismus sind in allen politischen, religiösen und sozialen Lagern verpönt. Sie werden dem Liberalismus und dem Kapitalismus zugeschrieben. Solche Menschen setzen sich nicht für andere ein, engagieren sich nicht politisch oder für die Umwelt. Sie huldigen auch keinem gemeinsamen Weltverständnis und verhalten sich dadurch verantwortungslos. Die Nietzscheanerin lässt sich von solchen Verdikten nicht beeindrucken. Sie tanzt – nicht nur!

Individualismus, gar Egoismus sind in allen politischen, religiösen und sozialen Lagern verpönt. Sie werden dem Liberalismus und dem Kapitalismus zugeschrieben. Solche Menschen setzen sich nicht für andere ein, engagieren sich nicht politisch oder für die Umwelt. Sie huldigen auch keinem gemeinsamen Weltverständnis und verhalten sich dadurch verantwortungslos. Die Nietzscheanerin lässt sich von solchen Verdikten nicht beeindrucken. Sie tanzt – nicht nur!

Kafkas und Nietzsches vor dem Staat flüchtender Mensch

Oder: Frau-Werden nach Deleuze & Guattari

Kafkas und Nietzsches vor dem Staat flüchtender Mensch

Oder: Frau-Werden nach Deleuze & Guattari

3.12.24
Hans-Martin Schönherr-Mann

Kafka und Nietzsche eint die Auseinandersetzung mit Staat und Bürokratie. Deleuze & Guattari, deren Werke sich auf beide stützen, entwickeln eine unpolitische Antwort auf die fatale politische Situation, nämlich Verwandlungen nach Kafka, ein über sich Hinauswachsen nach Nietzsche, was man als Fluchtlinien aus einer bevormundenden Gesellschaft verstehen kann.

Kafka und Nietzsche eint die Auseinandersetzung mit Staat und Bürokratie. Deleuze & Guattari, deren Werke sich auf beide stützen, entwickeln eine unpolitische Antwort auf die fatale politische Situation, nämlich Verwandlungen nach Kafka, ein über sich Hinauswachsen nach Nietzsche, was man als Fluchtlinien aus einer bevormundenden Gesellschaft verstehen kann.

Das Pfeifen im Walde, der Schrei nach Liebe

Nietzsches Echo in der Heavy-Metal-Musikszene

Das Pfeifen im Walde, der Schrei nach Liebe

Nietzsches Echo in der Heavy-Metal-Musikszene

1.7.24
Christian Saehrendt

Wie kaum ein anderer Philosoph hat Friedrich Nietzsche Spuren in der Populärkultur hinterlassen – weniger im gefälligen Unterhaltungsmainstream, dafür eher in Subkulturen und in künstlerischen Positionen, die als „edgy“ und „dark“ gelten. In dieser „Underworld“ sind Nietzsches Aphorismen, Schlagworte, Parolen und Invektiven weit verbreitet – etwa in den auf gesellschaftliche und ästhetische Provokation fixierten musikalischen Genres von Heavy Metal, Hardcore und Punk. Woran liegt das?

Wie kaum ein anderer Philosoph hat Friedrich Nietzsche Spuren in der Populärkultur hinterlassen – weniger im gefälligen Unterhaltungsmainstream, dafür eher in Subkulturen und in künstlerischen Positionen, die als „edgy“ und „dark“ gelten. In dieser „Underworld“ sind Nietzsches Aphorismen, Schlagworte, Parolen und Invektiven weit verbreitet – etwa in den auf gesellschaftliche und ästhetische Provokation fixierten musikalischen Genres von Heavy Metal, Hardcore und Punk. Woran liegt das?