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Guy Debord

Nietzsche und Nordamerika

Ein Interview mit Willow Verkerk

Nietzsche und Nordamerika

Ein Interview mit Willow Verkerk

4.7.26
Willow Verkerk & Paul Stephan

Vor genau 250 Jahren, am 4. Juli 1776, erklärten dreizehn der nordamerikanischen Kolonien Großbritanniens die Unabhängigkeit von ihrem Mutterland. Wenig später bildeten sie eine der ersten modernen demokratischen Republiken der Welt, die Vereinigen Staaten von Amerika. Wir nahmen dieses besondere Jubiläum zum Anlass, um mit der kanadischen Nietzscheforscherin Willow Verkerk über die unterschiedlichen Perspektiven auf Nietzsche in Europa und Nordamerika zu sprechen. Wie unterschiedlich wird dieser Denker, der so tief in der europäischen Kultur verwurzelt ist, ‚hier‘ und ‚dort‘ gelesen? Was sagt das aus über die kulturellen Unterschiede zwischen Europa und seinen früheren Kolonien auf der anderen Seite des Atlantiks im Allgemeinen? Und was dachte Nietzsche selbst über die ‚Neue Welt‘?

Aus dem Englischen übersetzt von Paul Stephan.

Vor genau 250 Jahren, am 4. Juli 1776, erklärten dreizehn der nordamerikanischen Kolonien Großbritanniens die Unabhängigkeit von ihrem Mutterland. Wenig später bildeten sie eine der ersten modernen demokratischen Republiken der Welt, die Vereinigen Staaten von Amerika. Wir nahmen dieses besondere Jubiläum zum Anlass, um mit der kanadischen Nietzscheforscherin Willow Verkerk über die unterschiedlichen Perspektiven auf Nietzsche in Europa und Nordamerika zu sprechen. Wie unterschiedlich wird dieser Denker, der so tief in der europäischen Kultur verwurzelt ist, ‚hier‘ und ‚dort‘ gelesen? Was sagt das aus über die kulturellen Unterschiede zwischen Europa und seinen früheren Kolonien auf der anderen Seite des Atlantiks im Allgemeinen? Und was dachte Nietzsche selbst über die ‚Neue Welt‘?

Der postmoderne Wald

Wie im Wald der Totalitätsanspruch der Moderne konterkariert wird

Der postmoderne Wald

Wie im Wald der Totalitätsanspruch der Moderne konterkariert wird

5.6.26
Mandus Craiss

Der Wald ist im Trend. Und damit steht er keineswegs im Widerspruch zu einem anderen, noch größeren Trend unserer Zeit: der Digitalisierung. Mandus Craiss zeigt in diesem Artikel, dass der Wald ein Netzwerk ist. Auch die Digitalisierung geschieht netzwerkförmig; beide Phänomene sind daher charakteristisch für die Postmoderne.  

Im ersten Teil des Artikels wird der Wald charakterisiert als nicht-zentralistisches und damit typisch postmodernes Naturphänomen. Im zweiten Teil wird die „Postmoderne“ definiert und die Frage erörtert, inwieweit dieser Epochenbegriff noch oder wieder aktuell ist – ein Diskurs, dessen ganz frühe Wurzeln auch bis zu Nietzsche zurückreichen. Im dritten Teil wird schließlich dargelegt, wie der Netzwerkaspekt der Postmoderne sich zeigt und wie sich das Mensch-Wald-Verhältnis in jüngster Zeit entwickelt hat.

Dieser Artikel ist Teil unserer diesjährigen Schwerpunktreihe „Lebensgrundlage Wald“.

Der Wald ist im Trend. Und damit steht er keineswegs im Widerspruch zu einem anderen, noch größeren Trend unserer Zeit: der Digitalisierung. Mandus Craiss zeigt in diesem Artikel, dass der Wald ein Netzwerk ist. Auch die Digitalisierung geschieht netzwerkförmig; beide Phänomene sind daher charakteristisch für die Postmoderne. Im ersten Teil des Artikels wird der Wald charakterisiert als nicht-zentralistisches und damit typisch postmodernes Naturphänomen. Im zweiten Teil wird die „Postmoderne“ definiert und die Frage erörtert, inwieweit dieser Epochenbegriff noch oder wieder aktuell ist – ein Diskurs, dessen ganz frühe Wurzeln auch bis zu Nietzsche zurückreichen. Im dritten Teil wird schließlich dargelegt, wie der Netzwerkaspekt der Postmoderne sich zeigt und wie sich das Mensch-Wald-Verhältnis in jüngster Zeit entwickelt hat.