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Peter Thiel

Nietzsche, Tech-Elitismus und der Kipppunkt von Bedeutung zu Gewaltfantasie1

Mit ChatGPT auf Abwegen

Nietzsche, Tech-Elitismus und der Kipppunkt von Bedeutung zu Gewaltfantasie

Mit ChatGPT auf Abwegen

25.8.26
Paul Stephan & ChatGPT

Es hat bereits eine gewisse Tradition, dass wir zu Nietzsches Todestag ein „Gespräch“ zwischen Paul Stephan und ChatGPT publizieren. Während sich die bisherigen beiden dieser „Interviews“ (Nr. 1, Nr. 2) vor allem darum drehten, die Grenzen der K„I“ aufzuzeigen und diese ein wenig vorzuführen, ging es unserem Autor nun primär darum, auf einen anderen häufig gegen die K„I“ vorgebrachten Einwand einzugehen: dass sie unliebsame, zu sehr vom Mainstream abweichende Meinungen zensiere und es den Diskurs mithin verenge, wenn die Outputs der K„I“ mehr und mehr zur Messlatte der „Wahrheit“ würden.

Wir müssen Sie also eindrücklich warnen: Zu diesem Zweck konfrontierte unser Autor ChatGPT mit einigen radikalen Interpretationen und Ansichten, die in keinster Weise seiner eigenen Sichtweise entsprechen und die auf diesem Blog ansonsten auch keinen Platz finden würden, sondern diametral unseren Werten und unserem Zugang zu Nietzsche widersprechen. Um dies zu markieren, nennt er sich für dieses Gespräch auch „Zero Newman“. Es ging ihm darum, auf die Zensurmechanismen der KI aufmerksam zu machen, aber auch kritisch-satirisch auf mögliche „dunkle“ Deutungen Nietzsches hinzuweisen, die nicht bloß eine Sache der Vergangenheit sind.

Ein Kommentar Paul Stephans zu diesem „Interview“ und der grassierenden Verwendung von K„I“-gestützten Nietzsche-Interpretationen und -Bildern im Internet finden Sie hier.

Es hat bereits eine gewisse Tradition, dass wir zu Nietzsches Todestag ein „Gespräch“ zwischen Paul Stephan und ChatGPT publizieren. Während sich die bisherigen beiden dieser „Interviews“ (Nr. 1, Nr. 2) vor allem darum drehten, die Grenzen der K„I“ aufzuzeigen und diese ein wenig vorzuführen, ging es unserem Autor nun primär darum, auf einen anderen häufig gegen die K„I“ vorgebrachten Einwand einzugehen: dass sie unliebsame, zu sehr vom Mainstream abweichende Meinungen zensiere und es den Diskurs mithin verenge, wenn die Outputs der K„I“ mehr und mehr zur Messlatte der „Wahrheit“ würden.

Die blonde Bestie und der „Hammertyp“

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Wie Dieter Bohlen endlich einen ebenbürtigen Titan entdeckte

Die blonde Bestie und der „Hammertyp“

Wie Dieter Bohlen endlich einen ebenbürtigen Titan entdeckte

9.4.26
Christian Saehrendt

Dieter Bohlen und Friedrich Nietzsche verbindet auf den ersten Blick so wenig wie Marie Antoinette mit Rosa Luxemburg oder Napoleon mit Angela Merkel – doch ein zweiter offenbart größere Affinitäten, als man ahnt. Jedenfalls wird so eine neue Perspektive möglich – auf Bohlen und auf Nietzsche gleichermaßen. „[D]as Fremdeste paarend und das Nächste trennend“1, unternimmt unser Stammautor Christian Saehrendt in dem folgenden Text eine wahrhaft nietzscheanische Spurensuche auf den Fährten des „Titans“ des deutschen Pop, der bis heute wie nur wenige Prominente im deutschen Sprachraum polarisiert – auch dies eine Verbindungslinie zwischen Philosoph und Musiker.

Dieter Bohlen und Friedrich Nietzsche verbindet auf den ersten Blick so wenig wie Marie Antoinette mit Rosa Luxemburg oder Napoleon mit Angela Merkel – doch ein zweiter offenbart größere Affinitäten, als man ahnt. Jedenfalls wird so eine neue Perspektive möglich – auf Bohlen und auf Nietzsche gleichermaßen. „[D]as Fremdeste paarend und das Nächste trennend“1, unternimmt unser Stammautor Christian Saehrendt in dem folgenden Text eine wahrhaft nietzscheanische Spurensuche auf den Fährten des „Titans“ des deutschen Pop, der bis heute wie nur wenige Prominente im deutschen Sprachraum polarisiert – auch dies eine Verbindungslinie zwischen Philosoph und Musiker.

Im Bann der Maschine

Nietzsches Umwertung der Maschinenmetapher im Spätwerk

Im Bann der Maschine

Nietzsches Umwertung der Maschinenmetapher im Spätwerk

21.11.25
Paul Stephan

In der vergangenen Woche berichtete Emma Schunack von der diesjährigen Jahrestagung der Nietzsche-Gesellschaft zum Thema Nietzsches Technologien (Link). Ergänzend dazu untersucht Paul Stephan in seinem Beitrag in dieser Woche, wie Nietzsche die Maschine als Metapher einsetzt. Der Befund seiner philologischen Tiefenbohrung mitten durch Nietzsches Schriften: Während er in seinen Frühschriften an die romantische Maschinenkritik anknüpft und die Maschine als Bedrohung der Menschlichkeit und Authentizität beschreibt, vollzieht sich ab 1875, zunächst in seinen Briefen, eine überraschende Wendung. Auch wenn Nietzsche noch gelegentlich an die alte Entgegensetzung von Mensch und Maschine anknüpft, beschreibt er sich nun zunächst selbst als Maschine und befürwortet schließlich eine Verschmelzung bis hin zur Identifikation von Subjekt und Apparat sogar, konzipiert Selbst- als Maschinenwerdung. Dies hängt mit der sukzessiven allgemeinen Abkehr Nietzsches von den humanistischen Idealen seiner frühen und mittleren Schaffensperiode und der zunehmenden ‚Verdunkelung‘ seines Denkens zusammen – nicht zuletzt der Entdeckung der Idee der „ewigen Wiederkunft“. Aus einer Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsmaschine wird ihre radikale Affirmation – amor fati als amor machinae.

In der vergangenen Woche berichtete Emma Schunack von der diesjährigen Jahrestagung der Nietzsche-Gesellschaft zum Thema Nietzsches Technologien (Link). Ergänzend dazu untersucht Paul Stephan in seinem Beitrag in dieser Woche, wie Nietzsche die Maschine als Metapher einsetzt. Der Befund seiner philologischen Tiefenbohrung mitten durch Nietzsches Schriften: Während er in seinen Frühschriften an die romantische Maschinenkritik anknüpft und die Maschine als Bedrohung der Menschlichkeit beschreibt, vollzieht sich ab 1875, zunächst in seinen Briefen, eine überraschende Wendung. Auch wenn Nietzsche noch gelegentlich an die alte Entgegensetzung von Mensch und Maschine anknüpft, beschreibt er sich nun zunächst selbst als Maschine und befürwortet schließlich eine Verschmelzung bis hin zur Identifikation von Subjekt und Apparat sogar. Dies hängt mit der sukzessiven allgemeinen Abkehr Nietzsches von den humanistischen Idealen seiner frühen und mittleren Schaffensperiode und der zunehmenden ‚Verdunkelung‘ seines Denkens zusammen – nicht zuletzt der Entdeckung der Idee der „ewigen Wiederkunft“. Aus einer Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsmaschine wird ihre radikale Affirmation – amor fati als amor machinae.