

Am 25. März verstarb der 1932 geborene Filmemacher, Schriftsteller, Rechtsanwalt und Philosoph Alexander Kluge. Inspiriert wurde Kluge, der nicht zuletzt durch seine Filme und seine kunstvollen Fernsehinterviews einem großen Publikum bekannt wurde, immer wieder von Nietzsche. Er widmete sich ihm in seinem vielfältigen Schaffen nicht nur wiederholt dezidiert, sondern verfolgte zeitlebens einen zutiefst nietzscheanischen, perspektivistischen Grundansatz. Grund genug, ihm auf unserem Blog einen Nachruf zu widmen, den die Kunsthistorikerin und Kuratorin Barbara Straka dankenswerterweise für uns verfasst hat.


Der Wald ist in der kulturellen Wahrnehmung weit mehr als ein bloßer Rohstofflieferant oder ein Naherholungsgebiet, sondern, zumal in der deutschen Kultur, ein magischer Ort der Begegnung mit dem Übernatürlichen. Im zweiten Teil unserer Serie „Lebensgrundlage Wald“ geht Christian Saehrendt dieser romantischen Faszination für den Wald nach und inwiefern sie auch in Nietzsches Werken widerklingt. Denn Nietzsche war nicht nur passionierter Waldgänger, er schreibt auch immer wieder über dieses Tor zur „Anderswelt“ und platziert nicht zuletzt seinen Zarathustra in silvanischen Szenerien.