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Jacob & Wilhelm Grimm

Der postmoderne Wald

Wie im Wald der Totalitätsanspruch der Moderne konterkariert wird

Der postmoderne Wald

Wie im Wald der Totalitätsanspruch der Moderne konterkariert wird

5.6.26
Mandus Craiss

Der Wald ist im Trend. Und damit steht er keineswegs im Widerspruch zu einem anderen, noch größeren Trend unserer Zeit: der Digitalisierung. Mandus Craiss zeigt in diesem Artikel, dass der Wald ein Netzwerk ist. Auch die Digitalisierung geschieht netzwerkförmig; beide Phänomene sind daher charakteristisch für die Postmoderne.  

Im ersten Teil des Artikels wird der Wald charakterisiert als nicht-zentralistisches und damit typisch postmodernes Naturphänomen. Im zweiten Teil wird die „Postmoderne“ definiert und die Frage erörtert, inwieweit dieser Epochenbegriff noch oder wieder aktuell ist – ein Diskurs, dessen ganz frühe Wurzeln auch bis zu Nietzsche zurückreichen. Im dritten Teil wird schließlich dargelegt, wie der Netzwerkaspekt der Postmoderne sich zeigt und wie sich das Mensch-Wald-Verhältnis in jüngster Zeit entwickelt hat.

Dieser Artikel ist Teil unserer diesjährigen Schwerpunktreihe „Lebensgrundlage Wald“.

Der Wald ist im Trend. Und damit steht er keineswegs im Widerspruch zu einem anderen, noch größeren Trend unserer Zeit: der Digitalisierung. Mandus Craiss zeigt in diesem Artikel, dass der Wald ein Netzwerk ist. Auch die Digitalisierung geschieht netzwerkförmig; beide Phänomene sind daher charakteristisch für die Postmoderne. Im ersten Teil des Artikels wird der Wald charakterisiert als nicht-zentralistisches und damit typisch postmodernes Naturphänomen. Im zweiten Teil wird die „Postmoderne“ definiert und die Frage erörtert, inwieweit dieser Epochenbegriff noch oder wieder aktuell ist – ein Diskurs, dessen ganz frühe Wurzeln auch bis zu Nietzsche zurückreichen. Im dritten Teil wird schließlich dargelegt, wie der Netzwerkaspekt der Postmoderne sich zeigt und wie sich das Mensch-Wald-Verhältnis in jüngster Zeit entwickelt hat.

„Eine Frage des Zusammenhangs“

Gedanken und Erinnerungen an Alexander Kluge

„Eine Frage des Zusammenhangs“

Gedanken und Erinnerungen an Alexander Kluge

31.3.26
Barbara Straka

Am 25. März verstarb der 1932 geborene Filmemacher, Schriftsteller, Rechtsanwalt und Philosoph Alexander Kluge. Inspiriert wurde Kluge, der nicht zuletzt durch seine Filme und seine kunstvollen Fernsehinterviews einem großen Publikum bekannt wurde, immer wieder von Nietzsche. Er widmete sich ihm in seinem vielfältigen Schaffen nicht nur wiederholt dezidiert, sondern verfolgte zeitlebens einen zutiefst nietzscheanischen, perspektivistischen Grundansatz. Grund genug, ihm auf unserem Blog einen Nachruf zu widmen, den die Kunsthistorikerin und Kuratorin Barbara Straka dankenswerterweise für uns verfasst hat.

Am 25. März verstarb der 1932 geborene Filmemacher, Schriftsteller, Rechtsanwalt und Philosoph Alexander Kluge. Inspiriert war Kluge, der nicht zuletzt durch seine Filme und seine kunstvollen Fernsehinterviews einem großen Publikum bekannt wurde, immer wieder von Nietzsche. Er widmete sich ihm in seinem vielfältigen Schaffen nicht nur immer wieder dezidiert, sondern verfolgte zeitlebens einen zutiefst nietzscheanischen, perspektivistischen Grundansatz. Grund genug, ihm auf unserem Blog einen Nachruf zu widmen, den die Kunsthistorikerin und Kuratorin Barbara Straka dankenswerterweise für uns verfasst hat.

Im Zauberwald

Nietzsche und die magische Macht der Bäume

Im Zauberwald

Nietzsche und die magische Macht der Bäume

22.3.26
Christian Saehrendt

Der Wald ist in der kulturellen Wahrnehmung weit mehr als ein bloßer Rohstofflieferant oder ein Naherholungsgebiet, sondern, zumal in der deutschen Kultur, ein magischer Ort der Begegnung mit dem Übernatürlichen. Im zweiten Teil unserer Serie „Lebensgrundlage Wald“ geht Christian Saehrendt dieser romantischen Faszination für den Wald nach und inwiefern sie auch in Nietzsches Werken widerklingt. Denn Nietzsche war nicht nur passionierter Waldgänger, er schreibt auch immer wieder über dieses Tor zur „Anderswelt“ und platziert nicht zuletzt seinen Zarathustra in silvanischen Szenerien.

Der Wald ist in der kulturellen Wahrnehmung weit mehr als ein bloßer Rohstofflieferant oder ein Naherholungsgebiet, sondern, zumal in der deutschen Kultur, ein magischer Ort der Begegnung mit dem Übernatürlichen. Im zweiten Teil unserer Serie „Lebensgrundlage Wald“ geht Christian Saehrendt dieser romantischen Faszination für den Wald nach und inwiefern sie auch in Nietzsches Werken widerklingt. Denn Nietzsche war nicht nur passionierter Waldgänger, er schreibt auch immer wieder über dieses Tor zur „Anderswelt“ und platziert nicht zuletzt seinen Zarathustra in silvanischen Szenerien.