

Immer mehr Profisportler bekennen sich zu ihrem religiösen Glauben – und manche benennen auch Nietzsche als ideologische Motivationsquelle. Was ist dran an der Nietzsche-Verehrung unter manchen sports men? Taugt Nietzsche wirklich als Motivator der Leibesertüchtigung? Und: Ist der bekannte Gottesleugner Nietzsche ein besserer Trainer als Gott?


Unser Autor Paul Stephan hat langsam die Nase voll. Das Internet wird überflutet von K„I“-Billocontent, oft „KI-Slop“ genannt, der einfach nur auf die Nerven geht – und auch noch mit zahllosen Likes und Followern belohnt wird. Und oft geht es dabei auch noch um Philosophie – und Nietzsche. Wie groß ist der Schaden, der dadurch verursacht wird, dass der so geschaffene künstliche Nietzsche immer mehr den echten verdrängt, wenn immer wieder dieselben Halb- und Unwahrheiten wiederholenden K„I“-Outputs an die Stelle nuancierter menschlicher Interpretationen treten? Wenn maschinell erzeugte Zerrbilder in einem sehr wörtlichen Sinne echte Photographien und künstlerische Portraits verdrängen? Paul Stephan machte sich auf eine, oft frustrierende, Spurensuche und präsentiert Ihnen einige „Glanzstücke“. Auch wenn er nach wie vor der Ansicht ist, dass die K„I“ auch positive Möglichkeiten erschließt – und davon auch selbst hin und wieder Gebrauch macht – hält er es in seinem dritten Aufschlag zum Thema (lesen Sie gerne den ersten und den zweiten Kommentar hier und dort) für angebracht, die Samthandschuhe auszuziehen und den Hammer auszupacken. Stop the slop!


Für kaum einen anderen Philosophen hatte die Musik eine so große Bedeutung wie für Nietzsche. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum“1, schrieb er. Christian Saehrendt geht für Nietzsche POParts der Frage nach, wie sich diese hohe Wertschätzung der Klangkunst in seinem Leben und Werk manifestierte. Er kommt dabei auf Nietzsches eigene Kompositionen ebenso zu sprechen wie auf einen der ikonischsten Aspekte seines Lebens: seine Freundschaft mit Richard Wagner. Er zeigt, dass die Musik für Nietzsche eine geradezu erotische Bedeutung hatte – und er in dieser Hinsicht gar nicht so „unzeitgemäß“, sondern ein typisches Kind seiner Zeit war.