}

#

Techno

Der künstliche Nietzsche

Wie K„I“ unser Nietzsche-Bild verfälscht und wie wir dem begegnen können

Der künstliche Nietzsche

Wie K„I“ unser Nietzsche-Bild verfälscht und wie wir dem begegnen können

10.9.26
Paul Stephan

Unser Autor Paul Stephan hat langsam die Nase voll. Das Internet wird überflutet von K„I“-Billocontent, oft „KI-Slop“ genannt, der einfach nur auf die Nerven geht – und auch noch mit zahllosen Likes und Followern belohnt wird. Und oft geht es dabei auch noch um Philosophie – und Nietzsche. Wie groß ist der Schaden, der dadurch verursacht wird, dass der so geschaffene künstliche Nietzsche immer mehr den echten verdrängt, wenn immer wieder dieselben Halb- und Unwahrheiten wiederholenden K„I“-Outputs an die Stelle nuancierter menschlicher Interpretationen treten? Wenn maschinell erzeugte Zerrbilder in einem sehr wörtlichen Sinne echte Photographien und künstlerische Portraits verdrängen? Paul Stephan machte sich auf eine, oft frustrierende, Spurensuche und präsentiert Ihnen einige „Glanzstücke“. Auch wenn er nach wie vor der Ansicht ist, dass die K„I“ auch positive Möglichkeiten erschließt – und davon auch selbst hin und wieder Gebrauch macht – hält er es in seinem dritten Aufschlag zum Thema (lesen Sie gerne den ersten und den zweiten Kommentar hier und dort) für angebracht, die Samthandschuhe auszuziehen und den Hammer auszupacken. Stop the slop!

Unser Autor Paul Stephan hat langsam die Nase voll. Das Internet wird überflutet von K„I“-Billocontent, oft „KI-Slop“ genannt, der einfach nur auf die Nerven geht – und auch noch mit zahllosen Likes und Followern belohnt wird. Und oft geht es dabei auch noch um Philosophie – und Nietzsche. Wie groß ist der Schaden, der dadurch verursacht wird, dass der so geschaffene künstliche Nietzsche immer mehr den echten verdrängt, wenn immer wieder dieselben Halb- und Unwahrheiten wiederholenden K„I“-Outputs an die Stelle nuancierter menschlicher Interpretationen treten? Wenn maschinell erzeugte Zerrbilder in einem sehr wörtlichen Sinne echte Photographien und künstlerische Portraits verdrängen? Paul Stephan machte sich auf eine, oft frustrierende, Spurensuche und präsentiert Ihnen einige „Glanzstücke“. Auch wenn er nach wie vor der Ansicht ist, dass die K„I“ auch positive Möglichkeiten erschließt – und davon auch selbst hin und wieder Gebrauch macht – hält er es in seinem dritten Aufschlag zum Thema (lesen Sie gerne den ersten und den zweiten Kommentar hier und dort) für angebracht, die Samthandschuhe auszuziehen und den Hammer auszupacken. Stop the slop!

„Glattes Eis.  

Ein Paradeis.

Für den,  

der gut zu tanzen weiss!“1  

Nietzsche und Techno

Nietzsche und Techno

17.6.25
Christian Saehrendt

„Techno“ – mit der gleichnamigen Schau im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich, mit Wanderausstellungen des Goethe-Instituts und Publikationen im deutschsprachigen Raum wird derzeit eine einstmals subkulturelle Bewegung gewürdigt, die in den 1990er Jahren mit der Berliner Love Parade zum Massenphänomen geworden war und in der Zürcher Street Parade bis heute weiterlebt. Bot (oder bietet) Techno jenes dionysische Kulturerleben, wie es Nietzsche in seinen Schriften gefeiert hat? Wäre Nietzsche ein Raver gewesen?

„Techno“ – mit der gleichnamigen Schau im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich, mit Wanderausstellungen des Goethe-Instituts und Publikationen im deutschsprachigen Raum wird derzeit eine einstmals subkulturelle Bewegung gewürdigt, die in den 1990er Jahren mit der Berliner Love Parade zum Massenphänomen geworden war und in der Zürcher Street Parade bis heute weiterlebt. Bot (oder bietet) Techno jenes dionysische Kulturerleben, wie es Nietzsche in seinen Schriften gefeiert hat? Wäre Nietzsche ein Raver gewesen?

Die Affen tanzen unerklärlich. Nietzsche und die zeitgenössische Tanzkultur

Reflexion, Bewegung, Misere

Die Affen tanzen unerklärlich. Nietzsche und die zeitgenössische Tanzkultur

Reflexion, Bewegung, Misere

3.5.25
Jonas Pohler

Neben dem Wandern ist das Tanzen einer der prominentesten Soldaten in Nietzsches „bewegliche[m] Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen“. Jonas Pohler geht anhand von Nietzsches Überlegungen zur Bewegungskunst der überragenden Bedeutung nach, die sie in unserer Gegenwart spielt. Ist die Wirkung des Tanzes primär eine sexuelle? Was hat Tanz mit Technik zu tun? Welche Symbolik vermag die tänzerische Geste zu transportieren?

Neben dem Wandern ist das Tanzen einer der prominentesten Soldaten in Nietzsches „bewegliche[m] Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen“. Jonas Pohler geht anhand von Nietzsches Überlegungen zur Bewegungskunst der überragenden Bedeutung nach, die sie in unserer Gegenwart spielt. Ist die Wirkung des Tanzes primär eine sexuelle? Was hat Tanz mit Technik zu tun? Welche Symbolik vermag die tänzerische Geste zu transportieren?

„Musik als Fürsprecherin“

Nietzsche und die befreiende Kraft der Tonkunst

„Musik als Fürsprecherin“

Nietzsche und die befreiende Kraft der Tonkunst

16.3.25
Paul Stephan

Nachdem Christian Saehrendt im Juni letzten Jahres auf diesem Blog einen vor allem biographischen Blick auf Nietzsches Verhältnis zur Musik richtete (Link), konzentriert sich Paul Stephan in diesem Artikel auf Nietzsches inhaltliche Aussagen zur Tonkunst und kommt zu einem etwas anderen Resultat: Für Nietzsche hat die Musik eine befreiende Potenz durch ihre subjektivierende Kraft. Sie bestätigt uns in unserem Selbstsein und inspiriert uns zum Widerstand gegen repressive Normen und Moralen. Das vermag allerdings nicht jede Musik. Beim späten Nietzsche ist das nicht mehr diejenige Richard Wagners, sondern Georges Bizets Oper Carmen. Unser Autor erkennt eine ähnliche Haltung in Sartres Roman Der Ekel und in der schwarzen Populärmusik, in der es nicht um Trost oder Trauer, sondern Bejahung und Überwindung geht.

Nachdem Christian Saehrendt im Juni letzten Jahres auf diesem Blog einen vor allem biographischen Blick auf Nietzsches Verhältnis zur Musik richtete (Link), konzentriert sich Paul Stephan in diesem Artikel auf Nietzsches inhaltliche Aussagen zur Tonkunst und kommt zu einem etwas anderen Resultat: Für Nietzsche hat die Musik eine befreiende Potenz durch ihre subjektivierende Kraft. Sie bestätigt uns in unserem Selbstsein und inspiriert uns zum Widerstand gegen repressive Normen und Moralen. Das vermag allerdings nicht jede Musik. Beim späten Nietzsche ist das nicht mehr diejenige Richard Wagners, sondern Georges Bizets Oper Carmen. Unser Autor erkennt eine ähnliche Haltung in Sartres Roman Der Ekel und in der schwarzen Populärmusik, in der es nicht um Trost oder Trauer, sondern Bejahung und Überwindung geht.