„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen“

Von Nietzsches Erkenntniskritik zum radikalen Konstruktivismus

„Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen“

Von Nietzsches Erkenntniskritik zum radikalen Konstruktivismus

20.5.26
Hans-Martin Schönherr-Mann
Nietzsche hinterfragt die Wahrheit als adäquate Erkenntnis der Welt. Damit gibt es keine wahre Welt mehr, wie sie die modernen Wissenschaften unterstellen. Der radikale Konstruktivismus, der in der Biologie entsteht, für den Lebewesen ihre Umwelt nur so wahrnehmen, wie es ihre inneren Strukturen erlauben, bestätigt Nietzsches Analysen und damit auch die postmoderne Philosophie, in der Wahrheit auch nur als Konstruktion und nicht als objektive Erfassung eines Gegenstandes betrachtet wird. Daraus folgt nicht nur, dass man die Welt verschieden interpretieren kann, sondern auch dass es keine bestimmte allein richtige Wahrheit und damit Lebensform gibt.

Nietzsche hinterfragt die Wahrheit als adäquate Erkenntnis der Welt. Damit gibt es keine wahre Welt mehr, wie sie die modernen Wissenschaften unterstellen. Der radikale Konstruktivismus, der in der Biologie entsteht, für den Lebewesen ihre Umwelt nur so wahrnehmen, wie es ihre inneren Strukturen erlauben, bestätigt Nietzsches Analysen und damit auch die postmoderne Philosophie, in der Wahrheit auch nur als Konstruktion und nicht als objektive Erfassung eines Gegenstandes betrachtet wird. Daraus folgt nicht nur, dass man die Welt verschieden interpretieren kann, sondern auch dass es keine bestimmte allein richtige Wahrheit und damit Lebensform gibt.

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Was ist also Wahrheit? Ein bewegliches Heer von Metaphern, Metonymien, Anthropomorphismen“1, schreibt Nietzsche 1873 und legt damit den Grundstein einer Debatte, die erst 100 Jahre später eskalieren wird, als es in der postmodernen Philosophie darum geht, dass es keine wissenschaftliche Wahrheit gibt, die ihre Gegenstände adäquat abbildet, dass vielmehr Wissenschaften ihre Erkenntnisse konstruieren.

Aber erfassen die modernen Naturwissenschaften die Natur nicht endlich richtig? Doch das bestreitet zuvor schon seit den 1960er Jahren der radikale Konstruktivismus. Für einen seiner Hauptvertreter, den chilenischen Biologen Francisco J. Varela, „ist die Realität nicht einfach vorgegeben: Sie ist vom Wahrnehmenden abhängig, und zwar […] weil das, was als relevante Welt zählt, unlöslich mit der Struktur des Wahrnehmenden verbunden ist.“2

Just dazu hat Nietzsche den Weg geebnet, wenn er gegen den im 19. Jahrhundert dominanten Positivismus einwendet, „welcher bei dem Phänomen stehen bleibt ‚es gibt nur Thatsachen’“: „[N]ein, gerade Thatsachen giebt es nicht, nur Interpretationen. Wir können kein Factum ‚an sich’ feststellen“3.

Abbildung 1: Joseph Wright of Derby: Eine Eisenschmiede (1772) (Quelle)

1. Der Wille zur Macht als Interpretation

Hintergrund dazu ist Nietzsches Lehre vom Willen zur Macht. Auf den ersten Blick erscheint sie bloß als eine Art Triebfeder biologischer Wesen, wenn es im Zarathustra heißt: „Nur, wo Leben ist, da ist auch Wille: aber nicht Wille zum Leben, sondern – so lehre ich’s dich – Wille zur Macht!“4 Das bestätigt noch Henning Ottmann, wenn er über Nietzsches Schriften der achtziger Jahre bemerkt: „‚Wille zur Macht‘ war alles, was ‚wirkte‘ und in Bewegung war, unterwegs zu einem Mehr an Kraft“5.

Doch in Nietzsches Nachlass heißt es: „Der Wille zur Macht interpretirt: bei der Bildung eines Organs handelt es sich um eine Interpretation; er grenzt ab, bestimmt Grade, Machtverschiedenheiten. […] In Wahrheit ist Interpretation ein Mittel selbst, um Herr über etwas zu werden.6 So heißt Wille zur Macht, sich der Welt zu bemächtigen, indem man sie entsprechend interpretiert. Denn, so Nietzsche, die Philosophie „schafft immer die Welt nach ihrem Bilde, sie kann nicht anders; Philosophie ist dieser tyrannische Trieb selbst, der geistige Wille zur Macht, zur ‚Schaffung der Welt‘, zur causa prima.“7

Marx will sich mit der Interpretation nicht zufrieden geben, lautet die berühmte elfte These über Feuerbach: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt darauf an, sie zu verändern.“8 Dagegen wendet Martin Heidegger ein, der in der Postmoderne-Debatte eine wichtige Rolle spielt: „Bei der Befolgung dieses Satzes übersieht man, dass eine Weltveränderung eine Änderung der Weltvorstellung voraussetzt und dass eine Weltvorstellung nur dadurch zu gewinnen ist, dass man die Welt zureichend interpretiert9, was für Heidegger Marx nur unzulänglich leistet.

Doch Marx begründet seine These zunächst geschichtsphilosophisch, war Geschichte damals eine Leitwissenschaft. Und danach wird er sich lange mit ökonomischen Analysen beschäftigen. Mit beidem wird er die Welt so interpretieren, dass sie sich verändern lässt.

Und wenn man dem entgegenhält: „Alles nur Interpretation!“, dann könnte sich Marx auf Nietzsche berufen, der dergleichen zugesteht: „Gesetzt, dass auch dies nur Interpretation ist – und ihr werdet eifrig genug sein, dies einzuwenden? – nun, um so besser.“10 Tatsachen sind immer schon Ergebnis einer Interpretation. Das unterstützt auch der postmoderne Philosoph Gianni Vattimo: Die Lehre vom Verstehen und damit vom Weltverständnis, die „Hermeneutik ist selbst ‚nur Interpretation‘. Sie stützt ihre Geltungsansprüche nicht auf einen angeblichen Zugang zu den Dingen selbst.“11

Der radikale Konstruktivismus sieht das ähnlich. So konstatiert der chilenische Neurobiologe Humberto Maturana: „Man sieht nur, was man glaubt.“12 Ein biologisches Wesen erkennt die Welt immer nur gemäß seinen Wahrnehmungen, die es interpretieren muss. Sinnesdaten müssen verstanden werden.

So ebnet Nietzsche in der Morgenröthe dem radikalen Konstruktivismus den Weg: „Die Gewohnheiten unserer Sinne haben uns in Lug und Trug der Empfindung eingesponnen: diese wieder sind die Grundlagen aller unserer Urtheile und ‚Erkenntnisse‘, – es giebt durchaus kein Entrinnen, keine Schlupf- und Schleichwege in die wirkliche Welt!“13

Das entspricht dem, was der radikale Konstruktivist Ernst von Glasersfeld schreibt: „Unsere Sinnesorgane ‚melden‘ uns stets nur mehr oder weniger hartes Anstoßen an ein Hindernis, vermitteln uns aber niemals Merkmale oder Eigenschaften dessen, woran sie stoßen.“14 Wenn plötzlich ein Schmerz auftaucht, muss man sich erst darüber klarwerden, woher er stammt, wo er sich ausbreitet. Damit beginnen die ‚Irrtümer‘, die Verzerrungen, die Differenzen, vor allem unterschiedliche Interpretationen. Aber erst die interpretierte Wahrnehmung sagt etwas über Welt und den Schmerz. Die Wahrnehmung alleine sagt fast nichts.

Daher kann man sich nicht auf eine originäre Wahrnehmung verlassen, die eben keinen Gegenstand an sich liefert. Wie bemerkt doch von Glasersfeld: „[N]iemand wird je imstande sein, die Wahrnehmung eines Gegenstandes mit dem postulierten Gegenstand selbst, der die Wahrnehmung verursacht haben soll, zu vergleichen.“15 Der Gegenstand an sich ist weder ein Gegenstand der Wahrnehmung noch der Erfahrung.

Abbildung 2: Joseph Wright of Derby: Ein Philosoph unterrichtet im Planetarium (ca. 1766) (Quelle)

2. Mathematik und Kausalität als Idealisierungen

Aber haben die modernen Naturwissenschaften diese Probleme nicht gelöst? Für Galileo Galilei ist das Buch der Natur in mathematischer Schrift geschrieben. Alles in der Welt lässt sich quantitativ mit der Mathematik richtig erfassen, weil die Natur aus Körpern besteht, deren Größenverhältnisse man messen kann. Damit erklärt man sie für Galilei adäquat.

Aber gibt es in der Natur wirklich „Dreiecke, Kreise und andere geometrische Figuren“16, wie es Galilei behauptet? Just dem widerspricht Nietzsche: „Wir operiren mit lauter Dingen, die es nicht giebt, mit Linien, Flächen, Körpern, Atomen, theilbaren Zeiten, theilbaren Räumen“17. Das sind ideale Konstrukte der Geometrie, die in der Natur nicht vorkommen. 1936 wird das Edmund Husserl bekräftigen: „In der Galileischen Mathematisierung der Natur wird nun diese selbst unter der Leitung der neuen Mathematik idealisiert“18.

Indes hat das schon Nietzsche erkannt: „[W]enn wir Alles erst zum Bilde machen, zu unserem Bilde! Es ist genug die Wissenschaft als möglichst getreue Anmenschlichung der Dinge zu betrachten, wir lernen immer genauer uns selber beschreiben, indem wir die Dinge und ihr Nacheinander beschreiben.“19 Just an dasselbe wird der Begründer der Quantenmechanik, Werner Heisenberg 1955 die Physik erinnern: „Auch in der Naturwissenschaft ist also der Gegenstand der Forschung nicht mehr die Natur an sich, sondern die der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Natur, und insofern begegnet der Mensch auch hier wieder sich selbst.“20

Für Nietzsche steht damit das erkenntnistheoretische Grundprinzip des abendländischen Denkens in Frage, nämlich das Kausalprinzip von Ursache und Wirkung, mit dem man die Welt erklären will. Dagegen fragt Nietzsche: „[W]ie soll Erklärung auch nur möglich sein, […] Ursache und Wirkung: eine solche Zweiheit gibt es wahrscheinlich nie, – in Wahrheit steht ein continuum vor uns, von dem wir ein paar Stücke isolieren“21. Mit dem Kausalprinzip erklärt man eine Wirkung durch eine Ursache, also eine Sache durch eine andere. Aber wie sind die genauen Zusammenhänge?

Und dazu muss man die Sache auch genau kennen. Daher fragt Michel Foucault, dessen Poststrukturalismus noch vor der Postmoderne die Wahrheit als Übereinstimmung von Wort und Gegenstand in Frage stellt: „Warum lehnt der Genealoge Nietzsche zumindest gelegentlich die Suche nach dem Ursprung ab? Vor allem weil damit die Suche nach dem genau abgegrenzten Wesen der Sache gemeint ist“22.

Handelt es sich nicht um eine willkürliche Zerteilung bzw. um eine von wissenschaftlichen Methoden vorgegebene Bestimmung von Ereignissen? Wie bemerkt Nietzsche: „Man hat zu allen Zeiten geglaubt, zu wissen, was eine Ursache ist: aber woher nahmen wir unser Wissen, genauer, unsern Glauben, hier zu wissen?“23 Für viele religiös Gläubige gilt ein Gott als Weltschöpfer und damit als erste Ursache. Wer den Naturwissenschaften vertraut, kauft ihnen die Theorie des Urknalls ab. Ähnlich wie Nietzsche bemerkt Maturana: „Erklärungen sind also von einem Zuhörer akzeptierte Aussagen über Erzeugungsmechanismen.“24

Verdankt sich das Kausalprinzip nicht nur dem Drang, sich die Welt verständlich zu machen, d. h. heute naturwissenschaftlich? Daraus folgt für von Glasersfeld, „dass wir erwarten, dass die Welt, in der wir leben, eine Welt ist, in der es gewisse Regelmäßigkeiten gibt, eine Welt, die nach gewissen Regeln funktioniert.“25

Denn wenn man nicht das Wetter als Grund für den Kopfschmerz angeben kann, beunruhigt das: ein Gehirntumor? Kennt man indes die Ursachen, dann hofft man, etwas dagegen tun zu können. Das führt dann dazu, so Nietzsche: „Etwas Unbekanntes auf etwas Bekanntes zurückführen, erleichtert, beruhigt, befriedigt, giebt ausserdem ein Gefühl von Macht.“26

Abbildung 3: Joseph Wright of Derby: Der Alchemist entdeckt Phosphor (1771/1795) (Quelle)

3. Das Ende der ‚wahren Welt‘

Zudem gibt es niemals nur eine Interpretation als Erklärung eines Ereignisses, sondern immer verschiedene. Das ist eigentlich das selbstkritische Prinzip moderner Wissenschaften, das sie von Religionen und Ideologien unterscheiden sollte. Freilich vergessen Wissenschaftler das schnell, wenn sie ihre Lehren als einzig richtige behaupten, weil es z. B. um Fördermittel geht.

Nur ist das schlicht die falsch angewandte Wissenschaft. Das hat Nietzsche den Wissenschaften bereits ins Stammbuch geschrieben, wenn er verschiedene Formen des Nihilismus unterscheidet: „Der radikale Nihilismus ist die Überzeugung einer absoluten Unhaltbarkeit des Daseins, wenn es sich um die höchsten Werthe, die man anerkennt <handelt>, hinzugerechnet die Einsicht, dass wir nicht das geringste Recht haben, ein Jenseits oder ein An-sich der Dinge anzusetzen, das ‚göttlich‘, das leibhafte Moral sei.“27 Wenn man die Welt nicht mehr adäquat erklären kann, dann lässt sich aus ihr auch keine Moral ableiten.

Davon grenzt Nietzsche die extremste Form des Nihilismus ab: „Daß es keine Wahrheit giebt; daß es keine absolute Beschaffenheit der Dinge, kein ‚Ding an sich’ giebt – dies ist selbst ein Nihilism, und zwar der extremste.“28 Das Christentum wie die modernen Naturwissenschaften verlieren damit nicht nur die Grundlagen ihrer Ethiken, sondern vor allem ihrer Erkenntnisse.

Dann muss man die Welt verschieden interpretieren. Dadurch eröffnen sich auch Perspektiven für verschiedene Lebensformen, so dass man weder wissenschaftlich noch religiös eine bestimmte Lebensform zur richtigen erklären kann; „denn man erkennt,“ so Maturana, „dass sich Aussagen nicht mit ‚dem Realen‘ begründen lassen, dass die Idee der objektiven Realität in erster Linie als ein strategisches Argument für die Gültigkeit von Erklärungen bürgen sollte und dass man faktisch viele operational kohärente Bereichen abgrenzen kann, die genauso gut lebbar und tragfähig sind wie ehemals ‚der einzig reale‘.“29

Das hatte Nietzsche in einem zentralen Aphorismus auf den Punkt gebracht: „Die wahre Welt haben wir abgeschafft: welche Welt blieb übrig? die scheinbare vielleicht? . . . Aber nein! mit der wahren Welt haben wir auch die scheinbare abgeschafft!“30 Wenn es keine Wahrheit als Übereinstimmung von Aussage und Sachverhalt gibt, existieren weder eine wahre noch eine scheinbare Welt, sondern viele Welten, die sich verschiedenen Interpretationen verdanken. So fordert Maturana anzuerkennen, „dass jene Unterscheidung zwischen Realität und Schein ein fragwürdiges Konstrukt ist, woraus sich wiederum andere, prinzipiell erklärbare Konsequenzen ergeben müssen.“31 Damit vollendet der radikale Konstruktivismus Nietzsches extremsten Nihilismus.

Alle Erkenntnisse verdanken sich verschiedenen Weltverständnissen. Dergleichen sollte man selbst schon von vorherein einkalkulieren. So schreibt Nietzsche programmatisch: „Es giebt nur ein perspektivisches Sehen, nur ein perspektivisches ‚Erkennen‘; Und […] je mehr Augen, verschiedene Augen wir uns für dieselbe Sache einzusetzen wissen, um so vollständiger wird unser ‚Begriff‘ dieser Sache, unsre ‚Objektivität‘ sein.“32 Daher darf man sich nicht mit einer einzelnen Perspektive auf die Welt zufriedengeben.

Daraus ergeben sich für den radikalen Konstruktivismus wie für Nietzsche viele verschiedene Wege der Erkenntnis. Von Glasersfeld schreibt:

Da Wissen für den Konstruktivisten nie Bild oder Widerspiegelung der ontischen Wirklichkeit darstellt, sondern stets nur einen möglichen Weg, um zwischen den „Gegenständen“ durchzukommen, schließt das Finden eines befriedigenden Wegs nie aus, dass da andere befriedigende Wege gefunden werden können.33

Dann präsentiert sich die Lage nach dem Ende der wahren Welt – gleichgültig ob diese religiös oder wissenschaftlich unterstellt wird – folgendermaßen: „Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten?“34 Bis heute lesen das die meisten Menschen, vor allem viele Wissenschaftler gar nicht gerne, können dann letztere ersteren nämlich nicht mehr vorschreiben, wie sie zu leben haben.

Beim Artikelbild (Quelle) handelt es sich um das Gemälde Das Experiment mit dem Vogel in der Luftpumpe (1767/8) des englischen Malers Joseph Wright of Derby (1734–1797). Es zeigt ein berühmtes Experiment, in dem der irische Naturforscher Robert Boyle (1627–1692) beweisen wollte, dass Tiere Luft zum Leben benötigen, indem er sie einem in einer Glaskugel eingesperrten Vogel mithilfe einer eigens beauftragten Pumpe, damals Hightech, entzog. Das Tier starb qualvoll – quod erat demonstrandum.

Literatur

Martin Heidegger im Gespräch mit Richard Wisser (ZDF 24.9.1969). In: Emil Kettering & Günther Neske (Hrsg.): Antwort. Martin Heidegger im Gespräch, Pfullingen 1988.

Foucault, Michel: Nietzsche, die Genealogie, die Historie (1971). In: Ders.: Von der Subversion des Wissens, Frankfurt a. M. 1987.

Galilei, Galileo: Il Saggiatore (1623). In: Le opere di G. Galilei, Firenze 1932.

von Glasersfeld, Ernst: Die Logik der naturwissenschaftlichen Fehlbarkeit (1987). In: Ders.: Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken, 2. Aufl. Heidelberg 2013.

Ders.: Konstruktion der Wirklichkeit des Begriffs der Objektivität (1992). In: Heinz Gumin & Heinrich Meier (Hrsg.): Einführung in den Konstruktivismus, 10. Aufl. München 2010.

Heisenberg, Werner: Das Naturbild der heutigen Physik. Hamburg 1955.

Husserl, Edmund: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie (1936). Husserliana Bd. VI. Den Haag 1954.

Marx, Karl: Thesen über Feuerbach (1845). In: MEW Bd. 3, Berlin 1969.

Maturana, Umberto: Was ist Erkennen? (1992). München & Zürich 1994.

Ottmann, Henning: Philosophie und Politik bei Nietzsche (1987), 2. Aufl. Berlin & New York 1999.

Varela, Francisco J.: Ethisches Können (1992). Frankfurt a. M. & New York 1994.

Vattimo, Gianni: Jenseits der Interpretation. Die Bedeutung der Hermeneutik für die Philosophie (1994). Frankfurt a. M. & New York 1997.

Fußnoten

1: Ueber Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne, Abs. 1.

2: Ethisches Können, S. 20.

3: Nachlass Nr. 1886 7[60].

4: Also sprach Zarathustra, Von der Selbst-Ueberwindung.

5: Philosophie und Politik bei Nietzsche, S. 354.

6: Nachlass Nr. 1885 2[148].

7: Jenseits von Gut und Böse, Aph. 9.

8: Thesen über Feuerbach (1845), S. 7.

9: Martin Heidegger im Gespräch mit Richard Wisser, S. 22.

10: Jenseits von Gut und Böse, Aph. 22.

11: Jenseits der Interpretation, S. 155.

12: Was ist Erkennen?, S. 31.

13: Morgenröthe, Aph. 117.

14: Konstruktion der Wirklichkeit des Begriffs der Objektivität, S. 21.

15: Ebd., S. 12.

16: Il Saggiatore, S. 232.

17: Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 112.

18: Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie, S. 20.

19: Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 112.

20: Das Naturbild der heutigen Physik, S. 18.

21: Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 112.

22: Nietzsche, die Genealogie, die Historie, S. 71.

23: Götzen-Dämmerung, Die vier grossen Irrthümer, Abs. 3.

24: Was ist Erkennen?, S. 43.

25: Die Logik der naturwissenschaftlichen Fehlbarkeit, S. 73.

26: Götzen-Dämmerung, Die vier grossen Irrthümer, Abs. 5.

27: Nachlass Nr. 1887 10[192].

28: Nachlass Nr. 1887 9[35].

29: Was ist Erkennen?, S. 47.

30: Götzen-Dämmerung, Wie die „wahre Welt“ endlich zur Fabel wurde.

31: Was ist Erkennen? S. 53.

32: Zur Genealogie der Moral, 3. Abh., Abs. 12.

33: Konstruktion der Wirklichkeit des Begriffs der Objektivität, S. 32.

34: Die fröhliche Wissenschaft, Aph. 125.