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Würde

Zwei Jahre durch Wälder von Symbolen

Ausblick und Resümee unseres bisherigen Schaffens

Zwei Jahre durch Wälder von Symbolen

Ausblick und Resümee unseres bisherigen Schaffens

11.3.26
Paul Stephan

Vor recht genau zwei Jahren haben wir auf diesem Blog unseren ersten Artikel publiziert, Der umkämpfte Nietzsche, einen Bericht von Paul Stephan über die Jahrestagung der Nietzsche-Gesellschaft im Jahr 2023. Zeit, einen Moment innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir bislang auf diesem Blog gemacht haben und wie die Zukunft aussehen könnte. Unser Chefredakteur zieht ein Zwischenfazit und gibt einen Einblick in unsere Pläne.

Dieses Jubiläum verbinden wir mit zwei besonderen Aufrufen an Sie. Zum einen haben wir ein kleines Quiz erstellt (Link). Beantworten Sie vier Fragen richtig, deren Antworten sich aus unseren bisherigen Artikeln ergeben, und Sie können einen von dreizehn Preisen gewinnen – und wenn Sie möchten, können Sie uns darüber hinaus wertvolles Feedback zu unserer Arbeit geben.

Wir möchten Sie außerdem auf unseren Crowdfundingcall aufmerksam machen. Bis zum 10. Juli rufen wir Sie herzlich dazu auf, uns dabei zu unterstützen, 6.000 € zu akquirieren, um weitere professionelle Übersetzungen unserer Artikel finanzieren zu können. Wir bieten Ihnen im Gegenzug einige phantastische Prämien an wie insbesondere die Möglichkeit, einen Artikel Ihrer Wahl zu übersetzen oder uns ein Artikelthema aufzutragen, zu dem Sie schon immer gerne etwas auf diesem Blog lesen wollten. Oder Sie können einige unserer Autorinnen und Autoren bei einem exklusivem Zoom-Workshop für unsere Unterstützer kennenlernen. Werden Sie zum Brückenbauer!

Vor recht genau zwei Jahren haben wir auf diesem Blog unseren ersten Artikel publiziert, Der umkämpfte Nietzsche, einen Bericht von Paul Stephan über die Jahrestagung der Nietzsche-Gesellschaft im Jahr 2023. Zeit, einen Moment innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir bislang auf diesem Blog gemacht haben und wie die Zukunft aussehen könnte. Unser Chefredakteur zieht ein Zwischenfazit und gibt einen Einblick in unsere Pläne. Dieses Jubiläum verbinden wir mit zwei besonderen Aufrufen an Sie. Zum einen haben wir ein kleines Quiz erstellt (Link). Beantworten Sie vier Fragen richtig, deren Antworten sich aus unseren bisherigen Artikeln ergeben, und Sie können einen von dreizehn Preisen gewinnen – und wenn Sie möchten, können Sie uns darüber hinaus wertvolles Feedback zu unserer Arbeit geben. Wir möchten Sie außerdem auf unseren Crowdfundingcall aufmerksam machen. Bis zum 10. Juli rufen wir Sie herzlich dazu auf, uns dabei zu unterstützen, 6.000 € zu akquirieren, um weitere professionelle Übersetzungen unserer Artikel finanzieren zu können. Wir bieten Ihnen im Gegenzug einige phantastische Prämien an wie insbesondere die Möglichkeit, einen Artikel Ihrer Wahl zu übersetzen oder uns ein Artikelthema aufzutragen, zu dem Sie schon immer gerne etwas auf diesem Blog lesen wollten. Oder Sie können einige unserer Autorinnen und Autoren bei einem exklusivem Zoom-Workshop für unsere Unterstützer kennenlernen. Werden Sie zum Brückenbauer!

Abgrund und Ermöglichung?
Die Schwebe der Kontingenz

Johannes Hansmann diskutiert Odo Marquard und Richard Rorty

Abgrund und Ermöglichung? Die Schwebe der Kontingenz

Johannes Hansmann diskutiert Odo Marquard und Richard Rorty

9.3.26
Natalie Schulte & Paul Stephan

Der junge Philosoph Johannes Hansmann hat mit Ironie des Schicksals im Einzelnen. Philosophie der Kontingenz bei Marquard und Rorty im vorigen Jahr im Karl-Alber-Verlag eine bemerkenswerte Studie zu zwei der bedeutendsten Vertretern der Existenzphilosophie im 20. Jahrhundert vorgelegt, den Deutschen Odo Marquard (1928-2015) und den US-Amerikaner Richard Rorty (1931-2007). Obwohl Nietzsche nur eine untergeordnete Rolle spielt, behandelt er dort doch hochgradig nietzscheanische Themen, widmet sich der Frage nach einem gelungenen – und das heißt für ihn vor allem: authentischen – Leben in einer Welt nach dem „Tod Gottes“, auf die Marquard und Rorty höchst unterschiedliche Antworten gegeben haben. Natalie Schulte und Paul Stephan stellen Ihnen das Buch vor. Auf eine gemeinsam verfasste Zusammenfassung der wichtigsten Gedanken des Buches folgt eine je individuelle Stellungnahme unserer Autoren.

Der junge Philosoph Johannes Hansmann hat mit Ironie des Schicksals im Einzelnen. Philosophie der Kontingenz bei Marquard und Rorty im vorigen Jahr im Karl-Alber-Verlag eine bemerkenswerte Studie zu zwei der bedeutendsten Vertretern der Existenzphilosophie im 20. Jahrhundert vorgelegt, den Deutschen Odo Marquard (1928-2015) und den US-Amerikaner Richard Rorty (1931-2007). Obwohl Nietzsche nur eine untergeordnete Rolle spielt, behandelt er dort doch hochgradig nietzscheanische Themen, widmet sich der Frage nach einem gelungenen – und das heißt für ihn vor allem: authentischen – Leben in einer Welt nach dem „Tod Gottes“, auf die Marquard und Rorty höchst unterschiedliche Antworten gegeben haben. Natalie Schulte und Paul Stephan stellen Ihnen das Buch vor. Auf eine gemeinsam verfasste Zusammenfassung der wichtigsten Gedanken des Buches folgt eine je individuelle Stellungnahme unserer Autoren.

Monumentalitätsprobleme. Nietzsche in der Kunst nach 1945

Gedanken zum Buch Nietzsche forever? von Barbara Straka II

Monumentalitätsprobleme. Nietzsche in der Kunst nach 1945

Gedanken zum Buch Nietzsche forever? von Barbara Straka II

4.2.26
Michael Meyer-Albert

In Barbara Strakas neu erschienenem Buch Nietzsche forever? wird der Frage nachgegangen, wie Nietzsche in der Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere derjenigen nach 1945, rezipiert wird. Dabei stellt sich allerdings bei der Rezeption der Rezeption von Nietzsche die Frage, ob der Philosoph in seiner Monumentalität aus dem Blick gerät. Zeigt das ein grundsätzliches Problem der heutigen Zeit mit Monumentalität? Michael Meyer-Albert plädiert jedenfalls, von Nietzsche ausgehend, gegen Straka für einen „postmonumentale Monumentalität“ als Gegenentwurf zum ästhetischen Postmodernismus. Im ersten Teil des Zweiteilers widmete er sich ihrem Buch, nun akzentuiert er seine Gegenposition.

In Barbara Strakas neu erschienenem Buch Nietzsche forever? wird der Frage nachgegangen, wie Nietzsche in der Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere derjenigen nach 1945, rezipiert wird. Dabei stellt sich allerdings bei der Rezeption der Rezeption von Nietzsche die Frage, ob der Philosoph in seiner Monumentalität aus dem Blick gerät. Zeigt das ein grundsätzliches Problem der heutigen Zeit mit Monumentalität? Michael Meyer-Albert plädiert jedenfalls, von Nietzsche ausgehend, gegen Straka für einen „postmonumentale Monumentalität“ als Gegenentwurf zum ästhetischen Postmodernismus. In diesem ersten Teil des Zweiteilers widmete er sich ihrem Buch, nun akzentuiert er seine Gegenposition.

Mit Nietzsche im Gepäck durch Südostasien III

Thailand

Mit Nietzsche im Gepäck durch Südostasien III

Thailand

26.4.25
Natalie Schulte

Neun Monate lang reiste unsere Autorin Natalie Schulte mit dem Fahrrad durch Vietnam, Kambodscha, Thailand und Malaysia. In ihrem vorletzten Beitrag zur Reihe „Wanderungen mit Nietzsche“ sinniert sie über Begegnungen mit wilden Tieren, die sie auf ihrer Reise getroffen hat oder hätte treffen können. Dass dabei Überlegungen zu der Bedeutung der Tiere, wie sie in Nietzsches Philosophie vorkommen, miteinfließen, wird kaum verwundern.

Neun Monate lang reiste unsere Autorin Natalie Schulte mit dem Fahrrad durch Vietnam, Kambodscha, Thailand und Malaysia. In ihrem vorletzten Essay zur Reihe „Wanderungen mit Nietzsche“ sinniert sie über Begegnungen mit wilden Tieren, die sie auf ihrer Reise getroffen hat oder hätte treffen können. Dass dabei Überlegungen zu der Bedeutung der Tiere, wie sie in Nietzsches Philosophie vorkommen, miteinfließen, wird kaum verwundern.

Bangladesch begehrt auf

Der Wille zur Revolution

Bangladesch begehrt auf

Der Wille zur Revolution

28.3.25
Estella Walter

Für insgesamt 20 Jahre herrschte in Bangladesch ein eisernes, autoritäres Regime unter Sheikh Hasina, der Tochter des ersten Präsidenten seit der Unabhängigkeit des Landes von Pakistan, Sheikh Mujibur Rahman. Doch innerhalb kürzester Zeit brachen im Juli 2024 landesweite Aufstände von einer solchen Gewaltigkeit aus, dass sie Hasina nach nur einem Monat stürzten und ins Exil trieben. Wie kam es zu diesem Sieg von unten und wie helfen uns Nietzsches Wille zur Macht und seine Ausarbeitungen von Foucault und Deleuze weiter, um diesen historischen Moment zu verstehen?

Für insgesamt 20 Jahre herrschte in Bangladesch ein eisernes, autoritäres Regime unter Sheikh Hasina, der Tochter des ersten Präsidenten seit der Unabhängigkeit des Landes von Pakistan, Sheikh Mujibur Rahman. Doch innerhalb kürzester Zeit brachen im Juli 2024 landesweite Aufstände von einer solchen Gewaltigkeit aus, dass sie Hasina nach nur einem Monat stürzten und ins Exil trieben. Wie kam es zu diesem Sieg von unten und wie helfen uns Nietzsches Wille zur Macht und seine Ausarbeitungen von Foucault und Deleuze weiter, um diesen historischen Moment zu verstehen?

Mit Nietzsche im Gepäck durch Südostasien II

Kambodscha

Mit Nietzsche im Gepäck durch Südostasien II

Kambodscha

20.3.25
Natalie Schulte

Unsere Autorin Natalie Schulte ist neun Monate lang in Südostasien mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und berichtet in einer kurzen Essayreihe von ihren Reiseerfahrungen mit und ohne Nietzsche. Diesmal geht es um die weite Ebene Kambodschas und die Tempelanlagen von Angkor mitten im Dschungel.

(Link zu Teil 1 zu Vietnam)

Unsere Autorin Natalie Schulte ist neun Monate lang in Südostasien mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und berichtet in einer kurzen Essayreihe von ihren Reiseerfahrungen mit und ohne Nietzsche. Diesmal geht es um die weite Ebene Kambodschas und die Tempelanlagen von Angkor mitten im Dschungel.

Splendid Isolation, Stiff Upper Lip

Nietzsche und die Tragik akademischen Außenseitertums

Splendid Isolation, Stiff Upper Lip

Nietzsche und die Tragik akademischen Außenseitertums

14.1.25
Christian Saehrendt

„Keep a stiff upper lip“, „halt die Oberlippe steif“, sagt man in England, wenn man seinen Gesprächspartner dazu aufrufen möchte, im Angesicht der Gefahr durchzuhalten und eine aufrechte Grundhaltung zu bewahren. Ein Rat, der sicherlich oftmals hilfreich ist. Um eine solche stoische Position muss man sich umso mehr als akademischer Außenseiter bemühen, der sich einerseits vom wissenschaftlichen Mainstream abgrenzt, andererseits jedoch auch auf seine Anerkennung angewiesen ist. In einer solchen delikaten Lage befand sich Nietzsche selbst, aber auch zahlreiche seiner Bewunderer. Ausgehend von mehreren solcher Außenseiterfiguren (neben Nietzsche selbst etwa Julius Langbehn und Paul de Lagarde) entwickelt Christian Saehrendt in diesem Beitrag eine Typologie der (vielleicht nicht immer ganz so) „glänzenden Isolation“ des akademischen Nonkonformismus.

„Keep a stiff upper lip“, „halt die Oberlippe steif“, sagt man in England, wenn man seinen Gesprächspartner dazu aufrufen möchte, im Angesicht der Gefahr durchzuhalten und eine aufrechte Grundhaltung zu bewahren. Ein Rat, der sicherlich oftmals hilfreich ist. Um eine solche stoische Position muss man sich umso mehr als akademischer Außenseiter bemühen, der sich einerseits vom wissenschaftlichen Mainstream abgrenzt, andererseits jedoch auch auf seine Anerkennung angewiesen ist. In einer solchen delikaten Lage befand sich Nietzsche selbst, aber auch zahlreiche seiner Bewunderer. Ausgehend von mehreren solcher Außenseiterfiguren (neben Nietzsche selbst etwa Julius Langbehn und Paul de Lagarde) entwickelt Christian Saehrendt in diesem Beitrag eine Typologie der (vielleicht nicht immer ganz so) „glänzenden Isolation“ des akademischen Nonkonformismus.

Seht, ich lehre euch den Transhumanisten

Friedrich Nietzsche als Personal Trainer des Extropianismus

Seht, ich lehre euch den Transhumanisten

Friedrich Nietzsche als Personal Trainer des Extropianismus

23.10.24
Jörg Scheller

Nachdem Natalie Schulte in der vergangenen Woche über den Widerhall von Nietzsches „Übermenschen“-Idee in der Gründerszene berichtete (Link), widmet sich der Schweizer Kunstwissenschaftler Jörg Scheller in dieser Woche ihrem Fortleben im Extropianismus, einer Unterform des Transhumanismus, der es darum geht, die menschliche Evolution auf individueller wie auch auf Gattungsebene künstlich zu beschleunigen mit den Mitteln der modernen Technik. Dem physikalischen Gesetz der „Entropie“, wonach in geschlossenen Systemen die Tendenz besteht, alle Energiegefälle auszugleichen, bis sich ein Gleichgewichtszustand hergestellt hat – auf das Universum bezogen ein Zustand des völligen Erkaltens –, setzen die Verfechter dieser Strömung das Prinzip der „Extropie“, der zunehmenden Vitalität eines Systems, entgegen.

Nachdem Natalie Schulte in der vergangenen Woche über den Widerhall von Nietzsches „Übermenschen“-Idee in der Gründerszene berichtete (Link), widmet sich der Schweizer Kunstwissenschaftler Jörg Scheller in dieser Woche ihrem Fortleben im Extropianismus, einer Unterform des Transhumanismus, der es darum geht, die menschliche Evolution auf individueller wie auch auf Gattungsebene künstlich zu beschleunigen mit den Mitteln der modernen Technik. Dem physikalischen Gesetz der „Entropie“, wonach in geschlossenen Systemen die Tendenz besteht, alle Energiegefälle auszugleichen, bis sich ein Gleichgewichtszustand hergestellt hat – auf das Universum bezogen ein Zustand des völligen Erkaltens –, setzen die Verfechter dieser Strömung das Prinzip der „Extropie“, der zunehmenden Vitalität eines Systems, entgegen.

Zwischen Selbstwerdung und Gesellschaft

Ein Dialog über Nietzsche, Authentizität und die Herausforderungen der Moderne

Zwischen Selbstwerdung und Gesellschaft

Ein Dialog über Nietzsche, Authentizität und die Herausforderungen der Moderne

25.8.24
Paul Stephan & ChatGPT

Als kleines Special zu seinem 124. Todestag führte Paul Stephan ein Gespräch mit einem besonderen Nietzsche-Experten – der vieldiskutierten Software ChatGPT. Es geht um Nietzsches Aktualität und sein Konzept der Authentizität. Paul Stephan wird im Laufe des Gesprächs vom Befrager zum Befragten und berichtet ein wenig von seinem Promotionsprojekt zu eben jenem Thema. Da es bei diesem Experiment darum ging, möglichst viel über die Funktionsfähigkeit des Programms zu erfahren und sich das Programm nicht immer kurz fasste, handelt es sich im Folgenden nur um einen gekürzten Auszugs des Gesprächs, dass Sie in voller Länge und kommentiert hier als PDF herunterladen können. Ein kritisches Resümee dieses wahrhaft bemerkenswerten Dialogs folgt in wenigen Tagen (Link).

Die Bilder zu diesem Interview wurden mit der Software DeepAI erstellt. Die Anweisung lautete: „A picture of Friedrich Nietzsche with a quote by him.“ [„Ein Bild Friedrich Nietzsches mit einem Zitat von ihm.“]

Note: An English version of this article, translated by Henry Holland, can be found here.

Als kleines Special zu seinem 124. Todestag führte Paul Stephan ein Gespräch mit einem besonderen Nietzsche-Experten – der vieldiskutierten Software ChatGPT. Es geht um Nietzsches Aktualität und sein Konzept der Authentizität. Paul Stephan wird im Laufe des Gesprächs vom Befrager zum Befragten und berichtet ein wenig von seinem Promotionsprojekt zu eben jenem Thema. Da es bei diesem Experiment darum ging, möglichst viel über die Funktionsfähigkeit des Programms zu erfahren und sich das Programm nicht immer kurz fasste, handelt es sich im Folgenden nur um einen gekürzten Auszugs des Gesprächs, dass Sie in voller Länge und kommentiert hier als PDF herunterladen können. Ein kritisches Resümee dieses wahrhaft bemerkenswerten Dialogs folgt in wenigen Tagen. Die Bilder zu diesem Interview wurden mit der Software DeepAI erstellt. Die Anweisung lautete: „A picture of Friedrich Nietzsche with a quote by him.“ [„Ein Bild Friedrich Nietzsches mit einem Zitat von ihm.“]