Nietzsche als Populist?

Versuch einer anachronistischen Verhältnisbestimmung

Nietzsche als Populist?

Versuch einer anachronistischen Verhältnisbestimmung

22.4.26
Jenny Kellner
Was hätte Nietzsche zum grassierenden Populismus unserer Zeit gesagt? Macht ihn seine elitäre Grundhaltung, sein „aristokratischer Radikalismus“, nicht zu einem Antipopulisten par excellence? Oder träumte er nicht selbst von populistischen, die Massen begeisternden Führern und vom Massenerfolg seiner Bücher? – Aber was ist „Populismus“ überhaupt und wie steht es um Nietzsches Haltung zu populistischen Bewegungen in seiner eigenen Zeit?

Was hätte Nietzsche zum grassierenden Populismus unserer Zeit gesagt? Macht ihn seine elitäre Grundhaltung, sein „aristokratischer Radikalismus“, nicht zu einem Antipopulisten par excellence? Oder träumte er nicht selbst von populistischen, die Massen begeisternden Führern und vom Massenerfolg seiner Bücher? – Aber was ist „Populismus“ überhaupt und wie steht es um Nietzsches Haltung zu populistischen Bewegungen in seiner eigenen Zeit?

Für unseren Blog nicht ganz unwichtige Fragen, denen sich Jenny Kellner im folgenden Beitrag ausführlich gewidmet hat.

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Was würde Nietzsche – lebte er doch nur heutzutage und erfreute sich blendender geistiger Gesundheit – zu unseren Pappenheimern Trump, Putin, Weidel & Co. sagen? Wäre er beeindruckt, entsetzt? Würde er giftige Polemiken gegen die Trumps dieser Welt oder doch eher: gegen die Trump-Hasser*innen dieser Welt verfassen? Oder gar beides? Wer solche anachronistischen Fragen als müßig abtun möchte, hat dafür gute Argumente, aber ich alte nihilistische Atheistin habe an dem heutigen Karfreitag die Muße für dies Müßige und werde mich daher einer Reflexion über die Frage widmen: Wie hätte Nietzsche sich gegenüber dem heutigen Rechtspopulismus positioniert?

Nietzsche definieren?

Es gibt wie immer einfache Antworten. Eine der ganz wenigen Fragen zu Nietzsches politischer Haltung, die in der heutigen wissenschaftlichen Nietzsche-Forschung (weitgehend) unkontrovers beantwortet wird, betrifft den Antisemitismus: Nietzsche hat ihn zutiefst verachtet. Daraus lässt sich leicht folgern, dass Nietzsche auch von unseren heutigen Rechtspopulist*innen wenig gehalten hätte, sofern man in ihnen eine neue Form „antisemitsche[r] Schreihälse“1 verkörpert sieht. Jedoch will ich es mir ganz so einfach ja auch nicht machen – die Lektüre dieses Artikels fiele sonst allzu kurz aus! Es ist also ein wenig weiter auszuholen …

… Eine Verhältnisbestimmung erfordert zunächst eine Bestimmung dessen, was ins Verhältnis gesetzt werden soll, in diesem Fall also: eine Definition Nietzsches einerseits und eine Definition des Populismus andererseits. Wenig überraschend muss hier festgestellt werden, dass die Definition beider Gegenstände der Untersuchung alles andere als auf der Hand liegt. Besteht der Reiz unseres Lieblingsphilosophen nicht gerade in seiner hartnäckigen Weigerung, sich ‚vereindeutigen‘ zu lassen? Mehr noch, ist seine Philosophie selber nicht im Kern eine der ‚Veruneindeutigungen‘? Was manche als Perspektivismus anerkennen, andere in-sich-total-widersprüchlich schimpfen und wieder andere (ich) ein paradoxes Denken nennen, „mit dem man nicht fertig wird“2, ist vermutlich gerade dadurch bestimmt, dass es sich nicht eindeutig definieren lässt und so die Denkenden, die nach Definitionen suchen, die Definitionen sogar bitter nötig haben, böse lächelnd im Stich lässt. Aber das ist ja immerhin schonmal etwas: Nietzsche über seine Undefinierbarkeit, seine ‚Anti-Eindeutigkeit‘ zu definieren.

Wenn diese abstrakte Definition politisch konkretisiert werden soll, ergibt sich einerseits das Problem eines Philosophen, der sich ob der Uneindeutigkeit auch seiner politischen Positionierungen keinem politischen Lager zuordnen lässt. Andererseits ergibt sich das Bild eines radikal-pluralistischen Denkens, das unterschiedlichste, sogar widerstreitende Ansichten nicht nur zulässt, sondern ausdrücklich bejaht: ein Denken nämlich, das den Widerstreit an sich, den Antagonismus, jederzeit an sein äußerstes Extrem zu treiben wagt. Dieser antagonistische Grundzug kommt schon im Erstlingswerk, der Geburt der Tragödie, klar zum Ausdruck, wenn Nietzsche die höchste aller Kunstformen aus der produktiven Hochspannung zwischen Apollinischem und Dionysischem entstehen lässt. Und der antagonistische Geist Nietzsches ist noch in der letzten Schaffensphase, in der Entwicklung der Metaphysik eines ‚Willens zur Macht‘ am Werk, wenn der Überwältigungswille zur wesentlichen Bestimmung des Lebens selbst wird.

Nietzsche möchte sich nicht definieren lassen, erscheint gerade dadurch als radikaler Pluralist, identifiziert sich aber, wie hier nicht unterschlagen werden soll, noch am ehesten mit der Zuschreibung des ‚aristokratischen Radikalismus‘, die ihm von Georg Brandes zuteilwurde.3 Wäre denn eine pluralistische Aristokratie denkbar?

Wie es sich gehört, hat mich der Versuch, Nietzsche zu definieren, in eine Irre geführt – an den Rand eines unmöglichen Begriffs, ‚pluralistische Aristokratie‘ …

Populismus definieren?

Wie steht es denn definitorisch um den Populismus? Was ist unter diesem Etikett eigentlich genauer zu verstehen? Wer sich hier in die wissenschaftlichen Debatten der Politischen Theorie hineinbegibt, stellt schon bei einer ersten oberflächlichen Sichtung fest, dass auch darüber keine Einigkeit, sondern ganz in Nietzsches antagonistisch-perspektivistischem Sinn eine Vielzahl an konträren Ansichten herrscht.4

Zwei ganz unterschiedliche Versuche, den Populismus auf seinen Begriff zu bringen, legen Ernesto Laclau und Jan-Werner Müller vor. Müller definiert den Populismus als „Schatten der repräsentativen Demokratie“, der eine Anti-Establishment-Haltung mit einem hart antipluralistischen Zug kombiniert, was auf die politische Kampfansage ‚Wir – und nur wir – sind das Volk‘ gebracht werden kann.5 Populist*innen seien „an ihrem moralischen Alleinvertretungsanspruch“ zu erkennen.6 Populismus steht einer pluralistischen Demokratie demnach entgegen, wenngleich er als ihr ‚Schatten‘ unlöslich mit ihr verbunden zu sein scheint. Laclau hingegen entwickelt einen positiven Begriff von Populismus, wonach die ‚populistische Vernunft‘ eine legitime Weise ist, das Politische überhaupt zu konstruieren,7 indem eine Grenze zwischen ‚Uns‘ und den ‚Anderen‘ gezogen wird – frei nach der antagonistischen Definition des Politischen als Freund-Feind-Unterscheidung im Sinne Carl Schmitts. Wer zum ‚Wir‘ und wer zu den ‚Anderen‘ gehört, ergibt sich Laclau zufolge aus der Reihe ‚ähnlicher‘ politischer Forderungen („Äquivalenzkette“8), durch die ‚wir‘ ‚uns‘ miteinander identifizieren. Ohne eine solche ‚populistische‘ Grenzziehung zwischen antagonistischen sozialen Gruppen sind politische Kämpfe und Veränderungen gar nicht denkbar. Wer das Politische nicht als rein ökonomisch determinierten, politisch letztlich ohnmächtigen Verwaltungsapparat denken will, muss Laclau zufolge eine populistische Vernunft bejahen – erst so kann Demokratie sich politisch verwirklichen.

Beide Autoren, Müller wie Laclau, verwehren sich gegen landläufige psychologisierende Bestimmungen populistischer Einstellungen als ängstlich, von moderner Komplexität überfordert, von Ressentiments geleitet und darum reaktiv-aggressiv. Doch in beiden Definitionen scheint eine harte Unterscheidung zwischen einem ‚Wir‘ oder einem ‚Volk‘ auf der einen, und einem ‚Nicht-Wir‘, einem ‚Nicht-unser-Volk‘ auf der anderen Seite wesentlich für den Begriff des Populismus zu sein – womit doch ein deutlicher Mangel an Komplexität als Grundelement des Populismus angezeigt wird. Aber während Müller diese unnachgiebige vereinfachende Grenzziehung als antidemokratisch (und damit als moralisch verwerflich) beurteilt, sieht Laclau in ihr die Bedingung der Möglichkeit des Politischen schlechthin (und mithin etwas Gutes).

In dieser groben Skizze zweier Populismus-Definitionen der Politischen Theorie des frühen 21. Jahrhunderts finden sich die intrikaten Fragen wieder, die in privaten wie in öffentlichen Diskussionen zum Populismusthema regelmäßig auftauchen: Wie steht es um das komplizierte Verhältnis zwischen Demokratie und Populismus? Wie verhalten sich integrierender Pluralismus und ausschließender Nationalismus zueinander? Kann, darf oder muss das jeweils eine das jeweils andere ausschließen oder einschließen? Sind Populist*innen nun antidemokratisch oder sind sie die eigentlichen Demokrat*innen?

Der Pop – das Volk und Nietzsche?

Was wäre ein Artikel im Online-Blog NietzschePOParts ohne Selbstreferenzialität? Wenn im POP-Blog schon von POPulismus die Rede ist, dann drängt sich doch die Frage auf: Handelt es sich in beiden Ausdrücken um denselben ‚Pop‘?

Ist es nicht in beiden Fällen das Volk, auf das angespielt werden soll, und zwar genau in der ‚niedersten‘ Bedeutung dieses Wortes: Populus, das Volk, der Plebs, die ‚breite‘ Masse? Diese Masse aus lauter Individuen, die durch ihre kleinsten gemeinsamen Nenner eben zur Masse werden, sich fortan nicht mehr durch ihre Einzigartigkeit, sondern durch die von Nietzsche verhasste Mittelmäßigkeit auszeichnen? Durchschnitt, Duzendware, gut verkäuflich! Keine Fine Arts auf dieser Website, die nur einer kleinen Elite zugänglich wäre, vielmehr eine Kunst, die den ‚aristokratischen Radikalen‘ Nietzsche für alle öffnet, allen aufschließt, ihn jeder ‚Hinz und jedem Kunz‘ und jedem ‚Krethi und jeder Plethi‘ zugänglich macht? Was würde Nietzsche dazu sagen! Würde er nicht im Grabe vor lauter Empörung Purzelbäume schlagen?! Nietzsche, der sich für so nobel hielt, dass er „dem jungen deutschen Kaiser nicht die Ehre zugestehn“ würde, sein „Kutscher zu sein“?!9

Und würde dieses Bewusstsein der eigenen Noblesse Nietzsche nicht auch meilenweit von jeder populistischen Bewegung entfernen? So wie er die antisemitischen ‚Alldeutschen‘ seiner Zeit verachtete, so hätten ihn vermutlich auch heutige ‚Reichsbürger‘ angewidert. Wenn ihm im Jahr 1888 schon der junge deutsche Kaiser nicht nobel genug erschienen war – hätte er wohl heute für Leute wie Donald Trump oder Björn Höcke überhaupt noch Worte gehabt? Es ist schwer vorstellbar. Näher scheint es zu liegen, dass Nietzsche sich angesichts der Erscheinung und des Gewäschs heutiger Rechtspopulist*innen zu überhaupt keinem Kommentar mehr herabgelassen hätte. Andererseits …

… Vielleicht hätte ihm die schiere Dreistigkeit eines Donald Trump auf irgendeiner Ebene doch auch imponiert. Vielleicht hätte er für diejenigen, die sich über solche Dreistigkeit moralisch empören, auch wieder nur Spott und Hohn übriggehabt. Vielleicht hätte er das machiavellistische Geschick einiger Populist*innen sowie ihren aggressiven Politikstil durchaus zu schätzen gewusst – bekannte er sich nicht als großer Fan des machthungrigen Menschenschlächters Cesare Borgia?10 Angesichts der historischen Beispiele für ‚große Politiker‘, die Nietzsche gerne provozierend anführte (Napoleon, Julius Cäsar …), erscheinen all unsere heutigen Populist*innen beinahe als lammfromm und humanistisch …

Und vielleicht hätte Nietzsche sich über einen populären Online-Blog, in dem seine Schriften zirkulieren und seine Gedanken interpretiert und wieder und wieder interpretiert werden, insgeheim wie ein Schneekönig gefreut. Jedenfalls hat er Zeit seines (geistig gesunden) Lebens versucht, seine Gedanken durch sprachliche Vermittlung und Veröffentlichung einem Publikum zugänglich machen. War dieses Publikum sehr klein oder blieb es gänzlich uninteressiert, so reagierte Nietzsche darauf keineswegs amüsiert! – Und was ist ein Publikum anderes, als eine breite Masse, der etwas vermittelt werden soll?  

Wie das Meiste bei Nietzsche, so erweist sich auch sein Verhältnis zum ‚Volk‘ bei aller Polemik, die er regelmäßig gegen es ins Feld führt, als uneindeutig. Ist ein äußerst paradoxes Verhältnis zum ‚Volk‘ nicht auch eine genuine Eigenschaft von Nietzsches Zarathustra? Der Prophet steigt von seinem Berg herab, um zum Volk zu sprechen. Seine Hinwendung zum Volk, der Wunsch, seine Wahrheiten zu vermitteln, sind der Antrieb seiner gesamten Reise! Doch das Volk versteht ihn schlecht – Zarathustra scheitert an dem Versuch, sich verständlich zu machen: „Muss man ihnen erst die Ohren zerschlagen, dass sie lernen, mit den Augen hören? Muss man rasseln gleich Pauken und Busspredigern? Oder glauben sie nur dem Stammelnden?“11 Scheitert Zarathustra vielleicht gerade daran, dass es ihm unmöglich ist, wie ein heutiger Populist zu sprechen: rasselnd und stammelnd?  

Vermittlung ist schon dem Wort nach Vermittelmäßigung. Der Buchdruck bringt am Ende die Popkultur hervor. Der aristokratische Radikale Nietzsche strebt als Publizist paradoxerweise Popularität an. Nietzsches Aristokratismus ist ernst zu nehmen, denn was er mit ihm zum Ausdruck bringt, ist bedenkenswert. Aber keinesfalls darf darüber vergessen werden, dass Nietzsche seinen eigenen Aristokratismus oft genug und deutlich genug konterkariert – mal explizit, mal subtil und sehr häufig implizit, schon allein, indem er öffentlich zu wirken trachtet: Indem er Bücher schreibt.

Nietzsche, der gescheiterte Anti-Populist?

Gut möglich, dass Nietzsche unsere heutigen Rechtspopulist*innen zutiefst verachtet hätte. Nicht unwahrscheinlich, dass er für moralisierende Populismusverächter*innen ebenso wenig übriggehabt hätte. Nicht auszuschließen, dass Nietzsche sich aus Provokation oder auch aus echter Bewunderung heraus sogar positiv über einen populistischen Politikstil geäußert hätte. Müßige Spekulationen …

Wer in Nietzsche in erster Linie einen komplexen Denker des radikalen Pluralismus erkennt und das wichtigste Kennzeichen des Populismus mit Müller in dessen anti-pluralistischem Wesen vermutet, wird Nietzsche und den Populismus als unvereinbare Gegensätze betrachten. Wer hingegen Nietzsches Philosophie politisch-theoretisch wesentlich als eine des Antagonismus interpretiert und den Populismus mit Laclau als eine Weise versteht, das Politische durch eine klare soziale Grenzziehung zu konstruieren, wird Nietzsche aufgrund des antagonistischen Grundzugs seines Denkens eine eindeutig populistische Tendenz zusprechen – und ihn für sie nicht kritisieren, sondern vielmehr loben.

Eine Reflexion über den heutigen Rechtspopulismus setzt sich, ebenso wie eine Reflexion über das Politische bei Nietzsche, dem zerreißenden Spannungsverhältnis zwischen Aspekten der Popularität und Aspekten des Elitarismus aus. Mich überzeugt die Idee, dass Nietzsche beides (nicht) sein wollte: populär – schön und zugänglich, für alle verständlich, von allen geliebt – und elitär – schön und verschlossen, von den meisten missverstanden, von vielen verhasst. Beides gelingt ihm, an beidem scheitert er. Wie passend erscheint vor diesem Hintergrund der Untertitel zu seinem Zarathustra? – Ein Buch für Alle und Keinen.

Nietzsche wäre vermutlich heute nicht als Populist oder als Befürworter populistischer Politik aufgetreten. Aber wäre er als Anti-Populist aufgetreten? Wäre er denn nicht auch als Anti-Populist notwendig gescheitert? Ist es nicht das Scheitern selbst, das er mit seinem entwerkenden Werk immer wieder, in immer neuen Konstellationen, vorführt – selbst noch im Triumphgeheul des Autors von Ecce homo? Ist der heutige Populismus nicht selber ein Symptom des Scheiterns und als solches im Sinne einer Vollendung des Nihilismus nach Nietzsche vielleicht sogar zu bejahen? Mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen – das ist vielleicht die größte Diskrepanz zwischen der Wirkung eines Nietzsches und derjenigen eines Trumps. Obwohl: auch ein Fragezeichen kann täuschen, weil es ja oft rein rhetorisch eingesetzt wird …

Jenny Kellner (geb. 1984) hat Schauspiel, Philosophie und Soziologie in Hamburg studiert und wurde an der Universität der Künste Berlin mit einer Arbeit über die politischen Implikationen der Nietzschelektüren Georges Batailles promoviert. Ihre Dissertation erschien 2025 unter dem Titel Anti-ökonomischer Kommunismus. Batailles nietzscheanische Herausforderung beim Campus Verlag. Zurzeit lehrt sie an der Universität der Künste Berlin und an der Hafencity Universität Hamburg und wirkt als Sprecherin bei den Electronic-Beat-Prosa-Projekten Nach uns die Ewigkeit und Deimos mit.

Artikelbild

Tobias Fendt: Die Vision Hesekiels (1565) (Quelle)

Quellen

Kellner, Jenny: Anti-ökonomischer Kommunismus. Batailles nietzscheanische Herausforderung. Campus Verlag, Frankfurt am Main: 2025.

Laclau, Ernesto: Die populistische Vernunft (2005). Passagen Verlag, Wien: 2022.

Müller, Jan-Werner: Was ist Populismus? Ein Essay. Suhrkamp, Berlin: 2016.

Fußnoten

1: Jenseits von Gut und Böse, Aph. 251.

2: Kellner, Anti-ökonomischer Kommunismus, S. 52 f.

3: Vgl. Brief an Georg Brandes v. 2. 12.1887: „Der Ausdruck ‚aristokratischer Radikalismus‘, dessen Sie sich bedienen, ist sehr gut. Das ist, mit Verlaub gesagt, das gescheuteste Wort, das ich bisher über mich gelesen habe.“

4: Vgl. hierzu z. B. Müller, Was ist Populismus, S. 15 f. & 25 f. sowie Laclau, Die populistische Vernunft, S. 29-41.

5: Müller, Was ist Populismus, S. 18 f.

6: Ebd., S. 20.

7: Laclau, Die populistische Vernunft, S. 23.

8: Ebd., S. 164.

9: Ecce homo, Warum ich so weise bin, Abs. 3.

10: Vgl. z. B. Jenseits von Gut und Böse, Aph. 197, Der Antichrist, Abs. 61 und Götzen-Dämmerung, Streifzüge, Aph. 37.

11: Also sprach Zarathustra, Vorrede, Abs. 5.